Die Natur ist politisch unkorrekt, sagt die EU.

EU bans use of ‘Miss’ and ‘Mrs’ (and sportsmen and statesmen) because it claims they are sexist

Using ‘Miss’ and ‘Mrs’ has been banned by leaders of the European Union because they are not considered politically correct.

Brussels bureaucrats have decided the words are sexist and issued new guidelines in its bid to create ‘gender-neutral’ language.

The booklet warns European politicians they must avoid referring to a woman’s marital status.

This also means Madame and Mademoiselle, Frau and Fraulein and Senora and Senorita are banned.

‘Political correctness gone mad’: The European Parliament has banned MEPs from using ‘Miss’ and ‘Mrs’ because it claims they are sexist

Instead of using the standard titles, it is asking MEPs to address women by their names.

And the rules have not stopped there – they also ban MEPs saying sportsmen and statesmen, advising athletes and political leaders should be used instead.

Man-made is also taboo – it should be artificial or synthetic, firemen is disallowed and air hostesses should be called flight attendants.

Headmasters and headmistresses must be heads or head teachers, laymen becomes layperson, and manageress or mayoress should be manager or mayor.

Police officers must be used instead of policeman and policewoman unless the officer’s sex is relevant.

The only problem words that do not fit into the guidelines are waiter and waitress, which means MEPs are at least spared one worry when ordering a coffee.

They have reacted with incredulity to the booklet, which has been sent out by the Secretary General of the European Parliament.

So lautet ein Teil des verlinkten Artikels. Ein weiteres Beispiel für den Kurs der EU auf ihrem Weg zu einer charakterlosen Funktionsgesellschaft. So krass hat es das nichtmal hinter dem eisernen Vorhang gegeben, kannte man dort immerhin noch die Anredeformen Genosse und Genossin. Ich fühle mich an das Spiel Floyd: Es gibt noch Helden erinnert, wo sich die Charaktäre schlicht mit Bürger ansprechen.

Die Natur hat uns Menschen und Millionen andere Lebewesen (ich sage bewusst nicht alle) in zwei Ausführungen, oder zumindest „universell bestückt“ aufs Leben losgelassen. Die Ausführungen nennen wir allgemeinhin männlich und weiblich. Beide bedingen einander zur Fortpflanzung, weisen mehr oder minder große Unterschiede in ihrer Anatomie auf und ticken sogar innerlich durchaus unterschiedlich. Besonders der Mensch hat sich jener Unterschiede angenommen und entsprechende Umgangsformen entwickelt. Dies ist aus heutiger Sicht oft schlecht gelaufen undnoch immer gibt es eine Menge zu tun.

In vielen Parkhäusern gibt es sog. Frauenparkplätze. Sie sind nahe an Zufahrten gelegen, besonders gut einzusehen und überwacht. Diese Konsequenz wurde gezogen, um Frauen eine gewisse Sicherheit zu bieten, wo sie doch gerade ihrer Weiblichkeit wegen „beliebte“ Opfer für allerhand Übeltäter sind. Männer werden an solchen Orten (wenn überhaupt) deutlich seltener angegrapscht oder vergewaltigt und im Zweifelsfall kann MANN dem Angreifer leichter die Fresse polieren. Besonders schwächliche Herren oder wehrhafte Damen mal vernachlässigt. Wenn diese Frauenparkplätze wirken, dann finden wir das gut so. Männer und Frauen werden in Parkhäusern ungleich behandelt. Radikal ausgedrückt, handelt es sich hierbei vielleicht um positive Diskriminierung.

Männer und Frauen haben üblicherweise unterschiedlich geformte Füße, denen Schuhhersteller Rechnung tragen. Beinahe jedes Schuhmodell gibt es speziell für Frauen und Männer. Das ist gut so, denn Schuhe sollen ihre Träger den Ansprüchen gemäß unterstützen. Von modischen Erscheinungen abgesehen, gibt es auch besondere Kleidung für Frauen und Männer. Dies kann man auf vielen Gebieten sehen, wo sehr spezielle Kleidungsstücke nötig sind. Auch hier werden anatomische Besonderheiten berücksichtigt und guess what – das finden wir richtig so.

Knigge & co. zeigen auch Manieren auf, die sich nach dem Geschlecht des Gegenübers richten. Gentlemen halten einer Frau die Türe auf oder rücken Stühle herum. Sie gehen vor einer Frau die Treppe hinab, aber hinter einer Frau die Treppe hoch, weil Frau ja stolpern könnte und ein Gentleman das Schlimmste verhindern soll. Wenn eine Frau im Zug mit schwerem Gepäck kämpft, so bietet der Gentleman eine oder zwei hilfreiche Hände an. Höchstens kleine/sehr junge oder ältere Menschen können diese Hilfe auch als männliche Wesen erwarten. Ein Mittdreißiger darf sein Gepäck allein umherwuchten.

Diese Umgangsformen machen sich zunehmend rar, denn seit einigen Jahrzehnten gibt es eine Gruppe von Frauen, die Türen lieber selbst öffnet und sich äußerst ungern zum Essen einladen lässt. Das ist erstmal auch okay so, denn weshalb sollte eine Frau ihre Kartons nicht selbst schleppen dürfen, wenn sie möchte? Ich sehe jedenfalls keinen Grund, der dagegen spricht. Offenbar musste Frau dafür kämpfen, ihre Kartons selbst zu tragen. Emanzipation der Frau und so. Diese „Emanzen“ wollten Metallbauerinnen und Firmenchefinnen sehen und nicht bloß in Kindergärten, zu Hause oder auf dem Beifahrersitz hocken. So etablierten sich im Laufe der Jahrzehnte Frauen, welche Männerdomänen eroberten und Autos zerlegten. Oder viel Geld scheffelten.

Allerdings bleiben bis heute die Probleme, dass diese Männerdomänen immernoch solche sind und dass Frauen bei gleicher Leistung schlechter bezahlt werden, als männliche Kollegen. Das will Frau nicht auf sich sitzen lassen und ja, das ist gut so. Hier macht Frau weiterhin Fortschritte, seit einigen Jahren können Frauen in Deutschland beispielsweise Militärjets fliegen oder so richtig zur Kampfsau werden. Natürlich versucht man auch hier ein Stück weit auf weibliche „Besonderheiten“ einzugehen. So müssen Frauen bei Sporttests für eine bestimme Wertung z.B. nicht so viele Liegestütz erbringen, wie es bei Männern der Fall ist. Das beschränkt sich nicht nur auf Polizei oder Bundeswehr, denn schon seit dem Urknall gibt es u.a. beim Deutschen Sportabzeichen unterschiedliche Bewertungstabellen für Männer und Frauen. Was solls – solange Frau im Dienst die nötige Leistung erbringt, soll es für mich okay sein. Schwerwiegender ist für mich der derzeitige Umgang mit „Männerdomänen“. Um diese für den weiblichen Teil der Gesellschaft zu erschließen, gibt es zum Beispiel den Girl’s Day. Da dürfen sich Schülerinnen einen Tag frei nehmen und Berufe kennen lernen, die überwiegend von Männern ausgeübt werden. Kevin und Ahmed lernen derweil weiter Mathe und pflücken Effi Briest auseinander. Der Girl’s Day mag in manchem Mädchen das Interesse für schweres Handwerk oder dicke Karriere erwecken, aber irgendwie könnte die Invasion der Frau doch eine ganze Ecke flüssiger verlaufen. Dagegen versucht man mit Quoten anzugehen. Hier und dort haben x Positionen mit Frauen besetzt zu werden. Man suche sich zehn beliebige Stellenausschreibungen heraus und zähle dann, wie häufig Frauen bei gleicher Eignung bevorzugt werden. Hier klatschen Hardcoreemanzen freudig in die Hände, haben sie das verhasste Patriarchat wenigstens hier schonmal fest bei den Klöten gepackt. Dies ist eine negative Ungleichbehandlung, die auch noch von ganz oben begrüßt wird – eine bundesdeutsche Schweinerei.

Von der Benachteiligung männlicher Streitparteien bspw. in den eigenen vier Wänden will ich gar nicht groß reden. Denn gerade hier freut Frau (im Sinne von Alice Schwarzer) sich doch sehr über die Unterschiede zwischen Mann und Frau. Mann ist böse und gemein, Frau ist das Opfer. Permanent. Und wenn eine Täterin in Betracht käme, so ist sie trotzdem ein Opfer des bösen, gemeinen Mannes. Ein wehrhaftes Opfer eben.

Da haben wir also all die offiziell anerkannten und gepflegten Unterschiede, doch dürfen wir diese immer weniger aussprechen. Das ist nämlich ganz offiziell sexistisch und gehört verboten. Oder auch nicht. Also, es kommt darauf an. Gender Mainstreaming ist das Zauberwort. Es gibt definitiv Unterschiede zwischen Mann und Frau, aber irgendwie und irgendwo sind sie manchmal egal oder total wichtig. Das hat sich auch die EU zum Ziel gemacht. So soll die Stadtplanung künftig Rücksicht sowohl auf männliche, als auch weibliche Bedürfnisse nehmen. Dazu steckt man viel Geld in Studien, durch welche jene Bedürfnisse auszuloten sind.

Dann sind da aber noch diese Leute, die das natürliche Geschlecht am liebsten abschaffen und durch ein soziales oder gesellschaftliches Geschlecht – Gender – ersetzen wollen. Sie gehen davon aus, dass männliche und weibliche Dinge letztendlich nur erlernt sind und sich beliebig austauschen lassen. Wenn man denn will oder nur heftig genug dazu gezwungen wird. Der Fall von Bruce/Brenda/David Reimer ist ein heftiges Beispiel für diese Ideologie. Heute geht man nicht ganz so brutal vor. Nein, heute will man Kindern (das fängt manchmal im Kindergarten schon an) die Eigenheiten des anderen Geschlechts „eröffnen“. Geschlechtssensible Pädagogik nennt man das etwa. Mädchen und Jungen sollen gezielt dazu ermutigt werden, auch mal das Andere auszuprobieren und so das Richtige für sich entdecken. Es wundert mich, wenn explizite Konzepte dafür nötig wären. Kinder spielen sowieso von sich aus womit sie wollen. Kinder bedürfen unbestreitbar gewisser Anreize und Schutzmaßnahmen, aber blöd sind Kinder keineswegs. Ein Kind weiß selbst am besten, wann es Hungrig ist oder Betüddelt werden will. Man darf auch nicht vergessen – oder gar verneinen – dass sich Kinder selbst orientieren müssen. Das kann behutsam gelenkt, aber nicht forciert werden. Druck führt nur zu Verunsicherung und im schlimmsten Fall zu David Reimer.

An diesem Punkt kennen wir nun die Unterschiede, nehmen explizit Frauen und Männer als solche wahr. Jetzt sollen wir Männer aber auch als potentielle Frauen und Frauen als mögliche Männer wahrnehmen. Oder nein, das sollen wir nicht. Es soll ja nur noch Menschen geben. Einheitsmenschen, deren Individualitäten zwar präsent aber scheißegal sind. Letztlich sollen wir nämlich Männer und Frauen nicht mehr wahrnehmen, wünscht sich die EU-Clique.

Für mich stellt sich das wie ein überstaatlich verordneter Identitätsraub dar. Sollte genau das weitergeführt werden, so bleibt mir nur noch zu sagen:
EUropa verrecke!

~ von unruheherd am März 17, 2009.

3 Antworten to “Die Natur ist politisch unkorrekt, sagt die EU.”

  1. eehhhh hast du da ein kleines Missverständnis? Bei der Mrs. und Miss geschichte geht es darum, dass man übersetzt nicht mehr „Fräulein“ sagt, weil dies eine Frau bezeichnet die unverheiratet ist, und ob ich verheiratet bin oder nicht geht niemanden was an, mit dem „es soll kein Geschlecht mehr geben“ hat das meiner Meinung nach nur entfernt zu tun, ganz ehrlich: krieg dich wieder ein!

  2. „…ganz ehrlich: krieg dich wieder ein!“
    Okay, versprochen. Im Gegenzug liest du den zitierten Abschnitt bitte nochmal gewissenhaft. Ja, das Beispiel „man-made“ lassen wir außen vor, da in der deutschen Sprache kein Problem. ;-)

  3. Lalalala… alles lesen war zuviel für den Freitag Abend *g*

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