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	<title>Schwafelsäure - ätzend!</title>
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	<description>Der Umgang mit Schwafelsäure erfordert besondere Schutzvorkehrungen und geschieht auf eigene Gefahr</description>
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		<title>Schwafelsäure - ätzend!</title>
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		<title>Noch etwas Senf, Frau Huberty? &#8211; eine junge Linke über unwertes Leben *UPDATE*</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 23:26:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>unruheherd</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Abtreibung]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach Julia Bonks  &#8211; für eine Geschichts-/Politikstudentin  peinliche &#8211; Abwrackprämie für Deutschlandfähnchen (siehe u.a.  faz.net ),  war es wieder ruhiger geworden in der roten Ecke. Doch das Feuer brennt noch immer in den jüngeren Reihen der SED PDS Linkspartei.PDS + WASG Partei Die Linke. Asja Huberty, 87er Jahrgang, ist in der schleswig-holsteinischen Linken [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schwafelsaeure.wordpress.com&blog=3922644&post=114&subd=schwafelsaeure&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Nach Julia Bonks  &#8211; für eine Geschichts-/Politikstudentin  peinliche &#8211; Abwrackprämie für Deutschlandfähnchen (siehe u.a.  <a title="FAZ-Artikel von 2006" href="http://www.faz.net/s/Rub61EAD5BEA1EE41CF8EC898B14B05D8D6/Doc~ED77B178E5AEA4A268A85F9163EE5F04A~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">faz.net</a> ),  war es wieder ruhiger geworden in der roten Ecke. Doch das Feuer brennt noch immer in den jüngeren Reihen der <span style="text-decoration:line-through;">SED</span> <span style="text-decoration:line-through;">PDS</span> <span style="text-decoration:line-through;">Linkspartei.PDS + WASG</span> Partei <em>Die Linke</em>. Asja Huberty, 87er Jahrgang, ist in der schleswig-holsteinischen Linken sehr engagiert. Dort kämpft sie gegen Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit, Kapitalismus, Nazis, Kernkraftwerke &#8211; also gegen alle bösartigen Geschwüre, die eine USA-hörige Büttelbande wie unsere BRD hervorbringen kann. Und sie kämpft <em>gegen Entmündigung, Leibeigenschaft und &#8222;Kinderwahnsinn&#8220; !</em> Damit sind Abtreibungsgegner gemeint. Der passende Artikel <span style="text-decoration:line-through;">findet sich <a title="linke-sh.de" href="http://www.linke-sh.de/presse/detail/zurueck/frauen-gesellschaft/artikel/anlaesslich-des-neuen-spaetabtreibungsgesetzes-gegen-entmuendigung-leibeigenschaft-und-kinderwahn/" target="_blank">hier</a></span> ist kurz nach Veröffentlichung dieses Beitrages von der Internetseite genommen worden. Das heißt jedoch nicht, dass ich einen Drachen besiegt habe, denn Asja Hubertys Artikel ist noch auf einigen anderen Seiten zerpflückt worden. Die Linke wird unangenehme Reaktionen erhalten haben.</p>
<blockquote><p>Um den philosophisch-emotionalen Part der leidenschaftlich und meist heuchlerisch geführten „Abtreibungsdebatte“ vorweg zu nehmen: Das Selbstbewusstsein, also das Sich-selbst-erkennen-können eines Menschen bildet sich zwischen dem 2. und dem 3. Lebensjahr. Die Menschwerdung findet statt, indem sich das Kind aus den rein auf räumlich-zeitliche Explikationen begrenzten Wahrnehmungsmöglichkeiten des Tieres befreit. Ein Embryo/Fötus befindet sich in einem Zustand der Dämmerung, etwa vergleichbar mit dem unbewussten Gefühlsleben einer Pflanze. Er verfügt also weder über einen Charakter, über nichts, was man mit nachhaltiger Emotion oder gar Intelligenz auch nur entfernt vergleichen könnte, über keine wie auch immer geartete Persönlichkeitsstruktur oder irgend eine andere spezifische Disposition, die ihn einmalig machen würde. Er ist kein Individuum und befindet sich im besten Falle auf der evolutionären Stufe mit einer Kaulquappe, aber ganz sicher nicht mit einem Menschen, auch wenn er – rein ontologisch betrachtet – aufgrund seines potentiellen Menschseins der Kategorie „Mensch“ zugeordnet werden muss.</p></blockquote>
<p>Kurzum: ein ungeborenes Kind ist ein schlichter Zellklumpen, der eigentlich gar nichts kann &#8211; nicht einmal richtig <em>sein</em>, denn der Fötus denkt nicht. Er reagiert höchstens auf Reize. Dies ändert sich laut Huberty  irgendwann im dritten Lebensjahr. Ich halte diesen Gedanken, zumindest in der zitierten Formulierung, für <strong>sehr</strong> bedenklich. Denn weiter heißt es:</p>
<blockquote><p>Ein Schwangerschaftsabbruch kann demnach niemals als „Mord“ bezeichnet werden, da schlicht niemand ermordet wird. Punkt.</p></blockquote>
<p>Zwar ist hier die Rede von einem Schwangerschaftsabbruch und schwanger ist eine Frau ja nur so lange, bis das Kind den Mutterleib verlassen hat. Da das Baby aber dennoch nichts weiter ist als ein reizgesteuertes, sozusagen strunzdummes Ding, wäre die vorsätzliche Tötung eines Säuglings gar kein Mord. Das Baby besitzt immerhin keine eigene Persönlichkeit. Es ist ein Niemand. Punkt.</p>
<p><span id="more-114"></span></p>
<p>Fieser Gedanke, oder? So sehr mich Hubertys Artikel auch anwidern mag, so will ich nicht ernsthaft so weit gehen ihr zu unterstellen, dass ihr tote Säuglinge am Arsch vorbei gehen. Ich kann oder will es nicht so recht glauben. Ihre Ausdrucksweise lässt allerdings den Spielraum dazu.</p>
<blockquote><p>Diejenigen „Lebensschützer“, die am lautesten nach Abtreibungsverboten schreien, vor Kliniken demonstrieren, Frauen nötigen und so tun, als würde es sich bei dem im Fruchtsack befindlichen Zellhaufen um ein Baby oder gar ein Kind handeln (Klerikale, Antiliberale, Mysogyne und auch Nazis) kümmern sich in der Regel in keiner Weise um das Wohlergehen von real existierenden Kindern. Die katholische Kirche macht sich von je her durch ihren Einfluss auf die durch die Bürde ihrer Armut dem Gottvertrauen Untertänigen eines der größten Verbrechen der Menschheit schuldig: Durch die Verhinderung von Aufklärung, Fortschritt und Gleichberechtigung der Geschlechter, durch allgemeine Sexualfeindlichkeit und die unbedingte Wahrung der    ökonomischen Repressionen mit ihrer Almosenpolitik. Am meisten leiden unter Hunger, Krankheiten wie zum Beispiel Aids, Obdachlosigkeit und Dreck immer die Jüngsten. In den ärmsten Ländern der Welt ist teilweise schon jeder zweite Bewohner jünger als 15 Jahre. Hier ist es wahrlich angebracht, von einer „Kultur des Todes“ zu sprechen.</p></blockquote>
<p>Ein ungeborenes Kind existiert für Asja Huberty schlichtweg nicht, wie sie in diesem Absatz wiederholt. Das wirkt auf mich ironischerweise so, als wäre Huberty selbst noch keine 22 Jahre alt; eher zwanzig Jahre jünger. Sie kann Föten nicht ohne weiteres sehen, also sind sie nicht da. Ein kleines Kind hält sich die Augen zu: was es nicht sehen kann, das ist entweder nicht da, oder aber das Kind selbst ist unsichtbar für &#8222;das da draußen&#8220;.</p>
<p>Wer sich gegen Abtreibung ausspricht, der kann &#8211; und diese Methode ist typisch für Radikale jeglicher Sorte &#8211; nur ein ganz Schlimmer sein. Aus sicht einer Linken also entweder ein religiöser Mensch (die Allerschlimmsten), ein Antiliberaler (das sind auch die Allerschlimmsten), ein Mysogyner (bzw. Misogyner), also ein Frauenhasser (sowieso die Allerschlimmsten) oder er ist einfach ein Nazi (voll die Allerschlimmsten). Kritisiert jemand Israels Politik, so ist er Antisemit, wenigstens aber Antizionist. Äußert sich jemand negativ über die Hamas, so ist er Zionist. Wer sich mit riesigen Offshore-Windkraftanlagen nicht anfreunden kann, ist Atomnazi oder Kohlelobbyist. Wer die Antifa nicht mag, der ist ein Faschist und wer die NPD nicht mag, der ist ein Kommieschwein. Wenn Ansja Huberty so schlecht mit abweichenden Meinungen umgehen kann, dann trauere ich um jedes politische Amt, welches sie bekleidet. Überhaupt hoffe ich stark, dass sie es politisch zu &#8222;nichts&#8220; bringt, denn schon in ihren frühen 20ern stammelt diese Frau daher wie Stoiber-Ede zu besten Wahlkampfzeiten: &#8222;<em>Die katholische Kirche macht sich von je her durch ihren Einfluss auf die durch die Bürde ihrer Armut dem Gottvertrauen Untertänigen eines der größten Verbrechen der Menschheit schuldig: Durch die Verhinderung von Aufklärung, Fortschritt und Gleichberechtigung der Geschlechter, durch allgemeine Sexualfeindlichkeit und die unbedingte Wahrung der ökonomischen Repressionen mit ihrer Almosenpolitik.</em>&#8220; Welches Vebrechen begeht die katholische Kirche denn nun mit den hier angeführten Methoden? Das erfährt der Leser nicht. Diese Aussage ist etwa so bedeutungsschwanger wie Stoibers legendärer Transrapid-Kommentar. <a title="Edmund Stoiber zum Transrapid" href="http://www.youtube.com/watch?v=f7TboWvVERU" target="_self">KLICK MICH!</a> Weiter führt sie die ärmsten der armen Kinder in Entwicklungsländern mit all ihrem Leid an. Dazu gibt es später mehr, denn arme Kinder sind wichtig für ihre Argumentation.</p>
<blockquote><p>Ich schließe aus dem permanenten Boykott des Lebens der „Lebensschützer“, dass es bei dem Krieg um den Schwangerschaftsabbruch eigentlich um etwas ganz anderes geht, als um Lebensschutz. Betrachtet man sich einmal den Facettenreichtum und die Verschachtelung mit anderen Themen wie beispielsweise Gender Mainstreaming in der Anti-Abtreibungsargumentation, wird schnell deutlich, dass nicht die Kaulquappe im Fokus der frenetisch Babybegeisterten steht, sondern die Hälfte der Menschheit, und zwar die weibliche Hälfte.</p></blockquote>
<p>Inwiefern Abtreibungsgegner das Leben boykottieren, das kann der Leser an dieser Stelle nur raten. Aber auch das wird später noch erklärt. Nach einem kleinen Schlenker über die Unterdrückung der Frau. Alice Schwarzer kann stolz sein!</p>
<blockquote>
<h3>Über Kontrolle</h3>
<p>Der Bundestag beschloss vor einigen Wochen schärfere Regelungen, so genannte „Spätabtreibungen“ betreffend. Gemeint ist ein Schwangerschaftsabbruch nach der 12. Woche. Dieser konnte auch bisher schon nur bei diagnostizierter Missbildung des Fötus&#8217; oder Gefahr für das Leben der schwangeren Frau (medizinische Indikation) durchgeführt werden. Nicht einmal bei einer kriminologischen Indikation (z. B. Vergewaltigung) ist es einer Frau gestattet, die Folgen eines solch traumatisierenden Ereignisses jederzeit abzuwenden. Und es entscheidet der Grund der Abtreibungsbereitschaft über ihre Durchführung. Behinderte Menschen liegen dem Sozialstaat auf der Tasche, werden seit Menschengedenken als unnütze Esser betrachtet – sollte sich aber die schwangere Frau aus Angst vor der Geburtsfolter (eine Narkose ist laut den klassischen Babyfetischisten nicht so gut für eben dieses und daher zu vermeiden), vor der Einschränkung ihres Sexuallebens, vor dem Verlust eines erfolgreichen Berufslebens oder vor der Zukunft allgemein zum Abbruch entschließen, den Grund für sich behalten oder einfach keinen bestimmten benennen, kann sie lange darauf warten, Verständnis entgegengebracht zu bekommen.</p></blockquote>
<p>So dürfen behinderte oder das gesundheitliche Wohl der Mutter gefährdende Föten also auch nach der 12. Schwangerschaftswoche abgetrieben werden. Weil Behinderte ja sowieso nur als Ballast angesehen würden. Dass sich sehr viele Leute <em>für</em> behinderte Menschen einsetzen und sogar dafür kämpfen, Wachkomapatienten am Leben zu erhalten, scheint Huberty auszublenden. Anstatt die negative Haltung behinderten Menschen (auch wenn sie vor ihrem dritten Geburtstag praktisch gar keine Menschen sind, gell? ) gegenüber anzuprangern, wie man es von einer um Gleichberechtigung bemühten Linkspolitikerin eigentlich zu erwarten wäre, tritt sie in die entgegensetzte Richtung. Denn wenn man ein ungeborenes Kind aufgrund seiner Fehlentwicklung als wertlos erachten darf, dann will Asja Huberty auch gesunde Föten wertlos und damit vernichtenswert finden dürfen, wenn sie einer fast-Mutti nicht in den Kram passen.  Mit einem Baby am Hals lässt es sich eben schlecht feiern und für die ganz dicke Kohle muss man sich noch viel mehr anstrengen. Geradezu perfide finde ich ihre Aussage zu den Risiken einer Narkose bei der Geburt. Wer diese erwähnt, ist in Hubertys Augen also ein <em>Babyfetischist</em> und dieser Begriff in genau diesem Kontext lässt meines Erachtens nur eine negative Bewertung jenes Fetischs zu. Zumal diese <em>Babyfetischisten</em> entbindende Frauen also geradezu <em>foltern</em> wollten. Diese Nachwuchspolitikerin scheint entweder nicht zu wissen, was Folter eigentlich ist, oder (das liegt wohl näher) sie benutzt dieses Wort in propagandistischer Weise für ihre Botschaft. Wenn man auf böse Unterstellungen scharf ist: womöglich würde Huberty es sogar begrüßen, wenn ein gerade geborenes Kind durch mütterliche Narkose schwer geschädigt werden würde. Umso &#8222;leichter&#8220; könnte man es entsorgen und die Kurzzeitmutter wieder in die Spaßgesellschaft integrieren. Das ist nur ein Gedankenspiel. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Jedenfalls kann ich mich eines sehr bitteren Nachgeschmacks dieses einen Absatzes nicht erwehren: pure Verachtung für natürliche Geburten. Hoffentlich hat die Frau kein allzuschlechtes Gewissen ihrer eigenen Mutter gegenüber. Die ganzen Schmerzen&#8230;</p>
<p>Die folgenden beiden Absätze kritiseren gegenwärtige Beratungspraxis und Entscheidungsfindung:</p>
<blockquote><p>Nach dem Willen einer Gruppe Abgeordneter um Johannes Singhammer (CSU) und Kerstin Griese (SPD) wurde entschieden, dass Ärzte Frauen mit medizinischer Indikation künftig in eine „ergebnisoffene psychosoziale Beratung“ vermitteln müssen. Der Hinweis, dass die Frau diese ablehnen kann, wirkt wie Hohn angesichts des drohenden Bußgeldes – bis zu 5.000 € ! &#8211; bei Zuwiderhandlung des Arztes, dem Hinzuziehenmüssen weiterer Mediziner und der generellen Pflicht zur Beratung der Schwangeren.</p>
<p>Eine Zwangsberatung ist ein Widerspruch in sich. Die vermeintliche Ergebnisoffenheit eines solchen Gespräches kann nicht gewährleistet sein, denn hätte sich die Frau nicht bereits zur Abtreibung entschieden, müsste man nicht versuchen, sie umzustimmen und zum Gebären zu drängen. Dem weiblichen Mensch wird Entscheidungsfähigkeit durch derartiges Insistieren de facto abgesprochen. Dazu kommt die neue Zwangsbedenkzeit von 3 Tagen. Nicht geklärt ist, was geschieht, wenn es nach Ablauf dieser Frist nicht gelang, die Frau umzustimmen, es dann aber für einen Schwangerschaftsabbruch zu spät ist. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt&#8230;</p></blockquote>
<p>Wahrlich ein Gräuel &#8211; warum können sich menschliche Föten nicht so gemütlich entwickeln, wie man es beispielsweise von Elefanten kennt? Eine trächtige Elefantenkuh hat um die 20 Monate Zeit sich fressen zu lassen, ehe sie den Brocken rausquetschen muss. Huberty redet, als würde die gestern befruchtete Eizelle übermorgen ein fertiges Baby ausspucken. Was ist mit &#8222;sicheren&#8220;, da vom Fötus ausgehenden Indizien für die Schwangerschaft, die u.a. noch einen Monat vor Ablauf der Entscheidungsfrist festgestellt werden können? Fälle, in denen die Schwangerschaft bis zur Geburt &#8222;unbemerkt&#8220; bleibt oder mehr oder minder freiwillig ignoriert wird, sind <strong>keine</strong> Normalsituation und fallen wohl unter tragische Einzelfälle. Ansonsten obliegt es der Frau, die sehr deutlichen Schwangerschaftszeiten zu beobachten und entsprechend darauf zu reagieren. Das sollte einer mündigen Frau zugemutet werden können. Entsprechende Aufklärung im Vorfeld sollte natürlich gewährleistet sein und genau hier wäre meiner Meinung nach ein wichtiger Ansatzpunkt. Bezüglich Mündigkeiten habe ich aber noch meine Bedenken, gerade was die so soziale Politik der Linken angeht. Kommt noch.</p>
<blockquote><p>Solche und ähnliche Maßnahmen führen konsequent in die Leibeigenschaft. Das bedeutet, ein Mensch, angeblich frei geboren in einer fortschrittlichen westlichen Zivilisation, diese voll der christlichen Nächstenliebe und die Ewigkeitsklausel im Grundgesetz achtend, wird für eine bestimmte Zeit die Herrschaft über sich selbst und den eigenen Körper aberkannt. Es geht hierbei um nichts anderes als die Kontrolle über den weiblichen Körper und seine Sexualität, um das Fixieren der Frauen auf die Biologie und ihre reproduktiven Fähigkeiten, um die wahre und endgültige Gleichstellung und Gleichberechtigung der Geschlechter im Geiste und im Körperlichen zu verhindern.</p></blockquote>
<p>Klassische emanzipatorische Verschwörungstheorie. Huberty meint also, dass gebärende Frauen dumm bleiben und aus Sicht einer Hubertyschen &#8222;freien&#8220; Gesellschaft minderwertig, ja? Überraschung! Mütter haben auch noch Sex. Es scheint sie auch zu stören, dass sich natürliche Schwangerschaften einzig im weiblichem Körper abspielen, sofern man Seepferdchen außer Acht lässt. Das findet Madame furchtbar ungerecht. Aber in Zeiten, wo es angeblich nur ein soziales Geschlecht (das Gender) geben soll, welches ein jeder Mensch auch noch frei wählen soll, möchte ich inbrünstig rufen: take it like a man! Die Natur hat es so eingerichtet, lange bevor der Mensch überhaupt einen Begriff von &#8222;Gerechtigkeit&#8220; erschuf.</p>
<blockquote>
<h3>Über Demographie</h3>
<p>Einen „demographischen Verfall“ gibt es in Bezug auf unsere Gesellschaft gar nicht wirklich. Es sind Kirchen, Sekten, rechte Organisationen und Parteien, die uns suggerieren, in der „westlichen“ Welt, also auch in Deutschland,  mangele es an Nachwuchs.</p>
<p>Ein ominöses höheres göttliches Wesen namens „die Wirtschaft“, vertreten durch Hohepriester, in  unterwürfiger Diktion „Wirtschaftsweise“ genannt, wollen uns weismachen, sauer verdiente Renten könnten irgendwann nicht mehr gegenfinanziert werden. Ein willkommener Vorwand für das gesteuerte Politetabilsment, Arbeitszeiten zu verlängern, das Renteneintrittsalter zu erhöhen, Löhne zu senken und dem privaten Versicherungssektor schier unbegrenzte Üppigkeiten der Kapitalakkumulation zukommen zu lassen. Zu Gunsten des privaten Investments wird das solidarische – weil umlagefinanzierte – Rentensystem Schritt für Schritt demontiert. Das bedeutet de facto die Aufkündigung des Generationenvertrages.</p></blockquote>
<p>Was die rote Asja nicht beachtet, ist die &#8222;Art&#8220; von Nachwuchs, an dem es mangeln soll. Das wären nämlich jene Kinder, die von ihren Familien das Rüstzeug für beruflichen Erfolg spendiert bekommen, ganz egal ob Facharbeiter oder Chef aller Chefs. Eine immer breitere Masse von jungen Leuten lernt nämlich vorwiegend sich selbst irgendwie zu beschäftigen und bricht mit Voraussetzungen in die Arbeitswelt auf, bei denen Personaler oder erfahrene Profis nur noch heulen können. Diese jungen Leute wurden hineingeboren in einen Alltag, in dem immer irgendjemand anderes <em>das Kind geschaukelt</em> hat. Die ganz krassen Fälle stecken in erlernter Hilflosigkeit fest und lernen erst als junge Erwachsene mühsam, wozu sie mit ihren eigenen Händen eigentlich in der Lage sind. Die modernen Kohleschaufler von heute, das sind Menschen wie Asja Huberty: sie genießen das Leben in vollen Zügen, feiern, ficken in den Tag hinein, erholen sich im Urlaub vom Urlaub und wollen ihre Zeit einfach nicht mit lästigen Bälgern verschwenden. Genau in diesem Punkt <em>boykottieren</em> Abtreibungsgegner also das Leben. Ein Leben wie in <em>Lebemann/-frau</em>. Dabei dürfte den meisten &#8222;Lebensschützern&#8220;, strenge Katholiken außen vor, egal sein, wenn ein Paar verhütet. So kommt immerhin kein Fötus zustande, der später einmal zum lebenden Menschen wird.</p>
<blockquote><p>Ein ganz besonders durchtriebener „Wirtschaftsweiser“, nämlich Hans-Werner Sinn, meinte einst gar, den Beitrag zur Rentenversicherung künftig nach Anzahl der Kinder staffeln zu dürfen. Das würde nicht nur bedeuten, ein zur NS-Zeit beliebtes Verfahren (Erhöhung der Steuerlast für Kinderlose zur Sicherung „arischen“ Nachwuchses ) als tolle neue Idee zu propagieren, sondern auch alle seit damals hart erkämpften individualen gesellschaftlichen Rechte in Frage zu stellen.</p>
<p>Dazu gehört in erster Linie, frei in der Entscheidung über die eigene Lebensplanung zu sein. Ob ich homo-, trans- oder heterosexuell sein möchte, ob ich eine Beziehung eingehen oder meine Sexualpartner wechseln möchte wie Socken, ob ich bis ins hohe Alter an Orgien teilnehme oder ob ich aus religiösen Gründen sexuell unterdrückt lebe – das alles ist meine Privatentscheidung. Solange ich damit niemand anderes in seiner freien Entfaltung behindere, ist alles erlaubt und das ist auch gut so. Oder zumindest muss es das sein! Wer dagegen fordert, Kinderlose finanziell zu<br />
benachteiligen, und dazu gehören unterschiedliche Behandlungen bei der Rentenversicherung ebenso wie das reaktionäre Ehegatten- und Familiensplitting, diskriminiert alle, die nicht im klassischen und längst überholten Mutter-Vater-Kind-Schema leben wollen oder können.</p></blockquote>
<p>Vorsicht, Huberty. Die Sache mit der finanziellen Benachteiligung machst du dir einige Absätze später nochmal kaputt. Ich glaube nicht, dass man das gegenwärtige Ei zur perfekten Kugel schleifen kann. Irgendjemand wird sich immer benachteiligt fühlen.</p>
<blockquote><p>In Bezug auf die angeblich notwendige Regeneration könnte man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: Einfach die Grenzen offen, die Asylgesetzgebung nicht repressiv, das Land  einladend gestalten. Statt dessen wird eine Unterscheidung zwischen Kindern mit „Migrationshintergrund“ und „deutschen“ Kindern popularisiert. Mit der Behauptung, der „Westen“ stürbe aus, werden rassistische Ressentiments verpackt in einer vor der totalen Apokalypse dieses Planeten nicht unähnlichen Endzeitstimmung, als sei das – auch im normal-prätentiösen Sprachgebrauch inzwischen antiquierte -  „Deutsche Volk“, oder der angesichts der Globalisierung und dem zunehmenden kulturellen Expansionsdrang unserer US-amerikanischen Freunde, modernere „Westen“ eine  Kongregation mit fester Mitgliedschaft und unverwechselbaren Erkennungsmerkmalen.</p></blockquote>
<p>Diesen &#8222;Nachwuchsimport&#8220; halte ich für einen gefährlichen Irrweg. Nicht jeder Asylant ist ein von gemeinen Milizen vertriebener Pipelineingenieur oder Dachdeckermeister. Ein &#8222;guter&#8220; Teil auch unter &#8222;regulären&#8220; Einwanderern aus ärmeren Regionen wandert nämlich erstmal ins hiesige Sozialsystem ein. Der Nachwuchs aus diesen Gruppen hat einen offensichtlich sehr schwierigen Start in ein erfolgreiches Berufsleben zu bewältigen, wenn es denn überhaupt zu einem &#8222;richtigen&#8220; Beruf reicht. Als Reinigungskräfte oder Fachlageristen stellen eben keinen wirtschaftlich allzu starken Anteil der arbeitenden Bevölkerung. Es ist auch nicht damit getan, einfach jeden hineinzulassen und mit hahnebüchenen Praktiken möglichst vielen Schülern das Abitur in die Tasche zu stecken. Ich finde durchaus, dass die Zuwanderung mit etwas Vorsicht zu beobachten ist, allerdings bin ich <strong>kein</strong> Gegner davon. Egal ob eine Familie neues Glück in Deutschland sucht oder ob jemand vor Krieg und Folter (damit meine ich<em> echte</em> Folter und keine Geburten <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ) flieht. Deutschland muss jedoch in der Lage sein, dies zu bezahlen und hier kommen wieder Rentenzahler usw. ins Spiel. Diese brauchen wir nämlich, wenn wir die Rente erhalten wollen. Dazu braucht es kein riesiges Heer an Raketenwissenschaftlern. Statt einer Abiturinflation und der damit einhergehenden wachsenden Entwertung &#8222;niederer&#8220; Abschlüsse, sollte man andersherum daran arbeiten, dass auch ein passabler Hauptschulabschluss wieder einen gewissen Wert bekommt. Andernfalls stehen immer mehr Bewerber in Konkurrenz mit Leuten, die einen jeweils niedrigeren Abschluss erworben haben und was das bedeutet, liegt wohl auf der Hand. Nein, junge Frau Huberty, offene Türen allein sind kaum eine Lösung. Um ein weiteres böses Gedankenspiel vom Stapel zu lassen:  der Absatz wirkt so, als wolle man <em>Kinderlieferanten</em> regelrecht importieren, damit die neue deutsche Partyfrau (mit ihrem unbeschwerten, da von familiärer Verantwortung entbundenen Partymann) in Ruhe feiern kann. Kinder kriegen ist für arme Frauen, die das eh schon gewohnt sind. Und wenn die selbst feiern wollen, holt man eben neue Leute zum Arbeiten ins Land. Das wirkt auf mich lediglich wie eine weitere Form der Ausbeutung. Sklaverei 2.0 .</p>
<blockquote><p>Kinder dienen in unserem Kulturkreis heute, vor allem seit Einführung der Antibabypille 1960, nicht mehr länger nur dem Zweck der Sicherung der Versorgung im Alter. Es ist heute möglich, Kinder als Aufgabe, als Herausforderung und eventuell auch als Bereicherung zu betrachten, sie sind in den meisten Fällen Selbstzweck. Nicht von ungefähr sank die Zahl der unerwünschten Kinder seit damals beträchtlich. Das hat für das kapitalistische System ebenfalls entscheidende Vorteile, denn seit jeher geliebte Kinder rebellieren nicht so schnell gegen die bestehende (Un-)Ordnung . Dennoch wird dieses unschätzbar befreiende – weil relativ sichere -  Mittel zur Familienplanung bis heute von reaktionären Gruppen abgelehnt.</p></blockquote>
<p>Genau, das ist Familien<em>planung</em>. Wer sich für Kondome, die Pille und andere Verhütungsmittel entscheidet, der handelt vorausschauend. Dennoch können sich auch ungewollte Schwangerschaften als schaffbar, gar als Segen, erweisen. Schlauer ist man leider erst hinterher. Auch ungeplante Kinder werden oftmals geliebt.</p>
<blockquote><p>Und damit nicht genug: Menschen, besonders Frauen, in den sogenannten „Entwicklungsländern“, die geradezu geplagt sind von Nachwuchs, wäre mit dem freien Zugang zu diesem Verhütungsmittel und entsprechender Aufklärung nicht nur sofort geholfen – ein Entwicklungsschub hin zu mehr Selbstbestimmung und daraus folgender Politisierung, verbunden mit Revolten und kollektivem Protest gegen Armut und Unterdrückung wäre geradezu unvermeidlich. Die Forderung nach offenen Grenzen für alle zur gerechten Verteilung der Arbeit hin zu einer Internationalisierung der Armen läge als Ziel zum Greifen nahe. Dass aber ein wesentlicher Teil des Wohlstandes auf der nördlichen Erdhalbkugel auf einem wesentlichen Teil an wirtschaftlicher Abhängigkeit, Unfreiheit und Elend auf der südlichen basiert, ist inzwischen selbst  von etablierten Wirtschaftsforschern unbestritten und für Linke gewiss keine Neuigkeit. Wir stellen also fest, dass für die Herrschenden aus bestimmten Gründen Kinder immer willkommen sind, natürlich nur, wenn jedes Kind, fein säuberlich geordnet nach Farbe und Religion, dort bleibt, wo es ihrer Meinung nach hingehört.</p></blockquote>
<p>Was ist mit jenen Kindern, die gerade zwecks Altersversorgung in arme Familien hineingeboren werden? Was ist mit armen Paaren, die auch ohne Kinder nicht besser dran sind, weil sie gar keine Möglichkeit zu beruflicher Weiterbildung haben? Was bietet diese <em>Internationalisierung der Armen</em> genau? Sind sie dann einfach nur gemeinsam arm oder welch ungeahnte Möglichkeiten sollen da schlummern? Auch eine Asja Huberty genießt den Wohlstand, den sie auf armen Rücken getragen sieht. Es ist natürlich leicht, einfach das Fenster zu öffnen und den herrlichen Ausblick vom Elfenbeinturm auszukosten. Was trägt sie konkret zu sexueller Aufklärung in armen Regionen bei? Und um wieder zu Hause anzukommen: was ist bei aller Aufklärung in deutschen Schulen und in deutschen Medien so schwierig daran, eine Tüte drüberzuziehen oder, wenn man es sich leisten kann, die Pille zu nehmen? Ist das etwa auch zu umständlich, liebe Asja? Lass mich raten: du magst dich nicht mit Hormonen zuschütten und mit Kondom macht es einfach nicht genug Spaß. Ist es dir zu frickelig? Lieber erst schießen und danach <em>halt, stehen bleiben </em>rufen? <strong>Das</strong> ist verantwortungslos.</p>
<blockquote>
<h3>Über Kindeswohl</h3>
<p>Die Verfechter des status quo bzw. der Reaktion bedienen sich vielfältiger Mittel, um ihre antiemanzipatorischen Vorstellungen durchzusetzen. Das fängt an bei der Resistenz, mit der sich die Lohnunterschiede von Männern und Frauen in der Wirtschaft halten und endet bei Wurfprämien und steuerlich gefördertem Zuhause-Erziehen der Kinder. Individueller und geistig produktiver Lebenswandel wird betraft. Bei Männern vor allem durch steuerlich-finanzielle Nachteile, bei Frauen durch gesellschaftliche Ächtung.</p></blockquote>
<p>Die in der Tat ungerechten Lohnunterschiede sollten noch das kleinste Problem sein. Das Thema ist uralt, in aller Munde und trotzdem hat keine Partei etwas daran geändert. Kindergeld erhält hier einen neuen Kampfbegriff. <em>Wurfprämie</em>. Von einer Person, die entstehendes Leben (Leben nach ihrer eigenen Definition) so sehr verachtet, ist wohl nichts anderes zu erwarten. So werden also wie vorher bereits erwähnt Kinderlose finanziell benachteiligt. Was wäre denn, wenn es diese <em>Wurfprämie</em> nicht gäbe? Dann hätten <em>Eltern</em> mit dem selben Einkommen eines kinderlosen Paares eine zusätzliche Belastung. Sie wären benachteiligt, weil sie sich für Nachwuchs entschieden haben. Wie man es dreht und wendet, so bleibt die gewünschte Kugel ewig ein Ei. Wem steht es zu, Kinder als negative und Kinderlosigkeit als positive Entscheidung mündiger, freier Menschen zu beurteilen? Etwa den schleswig-holsteinischen Linken? Wo Eltern nun zusätzliches Geld erhalten &#8211; was hindert eine Asja Huberty daran, das Mehr an Zeit und Energie in Maßnahmen zu investieren, die ihr ein höheres Einkommen verschaffen? Faulheit? Die Bequemlichkeiten einer ausgedachten Opferrolle? Inwiefern werden kinderlose Frauen kategorisch geächtet? Ächtet nicht gerade die emanzipatorische Bewegung &#8222;dumme Hausmütterchen&#8220;, die sich für genau jene Rolle entscheiden? Vielleicht aus Gewohnheit, aber gleichzeitig mit dem Wissen, dass sie anders könnten? Selbst wenn diese Ächtung nur indirekt dadurch geschieht, dass die Powerfrau in der Chefetage zum neuen Ideal stilisiert wird.</p>
<blockquote><p>In den Medien wimmelt es geradezu von Propaganda, die den leiblichen Nachwuchs zu einem Statussymbol erhebt, von pseudowissenschaftlichen Dokumentationen, in denen fast täglich neue, Mutterglückshormone auslösende Hirnregionen gefunden werden, von Hetze gegen körperliche Trennung von Kindern und natürlich gegen Schwangerschaftsabbruch. Die menschliche Larve, Hauptsache, sie ist unter 6 Jahre alt, wird zu einem rasend intelligenten Wesen stilisiert, das, prädestiniert zu überirdischen, ja gottgleichen Leistungen, zu behandeln ist wie ein rohes Ei, mit maximaler Zuwendung und 24-Stunden-Bedienung – jede „Gefühlsenttäuschung“ muss vermieden werden! Von musikalischer Beschallung in der Schwangerschaft (Mozart!), Hausgeburt und Babymassage über Stillaufoktroyieren, die bis ins kleinste Ingrediens korrekt zusammengesetzte Nahrung, bis hin zu frühkindlichen Intelligenztests und Eliteuniversitäten für die kleinen förderungswürdigen Deszendenten – der Perversion im Kinderkult sind keine Grenzen mehr gesetzt.</p></blockquote>
<p>Diese gottgleichen Leistungen einer <em>menschlichen Larve</em> &#8211; schon wieder so eine ideelle Entwertung &#8211; blieben mir trotz aller Zeit für &#8222;Arbeitslosenfernsehen&#8220; (Arbeitslosigkeit, Semesterferien&#8230;) bis heute verborgen. Vielleicht ist das aber auch nur eine überspitzte Formulierung dafür, dass Huberty läääängst wusste, wozu Kleinkinder in der Lage sind. So versteht sie nicht, was an irgendwelchen neuen Erkenntnissen so großartig sein soll. Asja Huberty <em>weiß</em> schon alles, deshalb ist sie ja auch in der SED. Ob sie aber auch weiß, dass längst nicht jede werdende Mami ihren Bauch mit den vier Jahreszeiten beschallt? Von Propaganda weiß sie jedenfalls zu reden. Sie betreibt ja selbst welche. Da ist ihre argumentatorische Inkonsistenz ruhig zu vernachlässigen. Auf der einen Seite wurmt es sie, dass kleine Kinder in ihren beschränkten Fähigkeiten viel Fürsorge verlangen und dann passt es ihr wiederum nicht, dass diese Kiddies mitunter doch nicht so blöd sind.</p>
<blockquote><p>An einem ganz besonderen Punkt, auf den z. B. Krippengegner besonderen Wert legen, wird wieder das ganze Politikum und die Verflechtung der reaktionären Anliegen deutlich. Ginge es tatsächlich um das Wohl des Kindes, würde man darauf achten, es so früh wie möglich und regelmäßig den letztlich gar nicht vermeidbaren „Gefühlsenttäuschungen“ &#8211; was meistens die räumliche Trennung von der Mutter bedeutet – auszusetzen . Das Leben in unserer kapitalistischen, leistungsbetonten Ellbogengesellschaft ist nun einmal nicht gerade von dem Glück geprägt, alle Wünsche sofort erfüllt zu bekommen und sich nach erfolgreich aufgebautem „Urvertrauen“ als charakterfeste Persönlichkeit in die Härten des Alltags begeben zu können. Es sei denn, genau diese Entwicklung ist gewünscht. <strong>Wer sich schon als kleiner Wurm angewöhnt, die Grenzen anderer nicht respektieren zu müssen, ewig unter der Obhut einer einzigen festen Bezugsperson – der Mutter -  und nie gleich unter Gleichen zu sein, oder erst viel zu spät, der wird das erlernte Sich-Verwöhnen- und-Beschützen-lassen als Erwachsener zwingend auf andere projizieren: Auf staatliche Institutionen, auf Gott, auf eine Partei, auf wirtschaftliche Autoritäten&#8230; die Liste lässt sich fortsetzen.</strong> Er wird sich in ewiger psychischer Abhängigkeit befinden, gezwungen zur Anpassung an den Mainstream, also schlicht obrigkeishörig, auf der dauernden Suche nach dem Elternersatz, dem starken Vater oder der ständig präsenten Mutter. Diese Erkenntnis ist in der Psychoanalyse nicht gerade neu, ebenso wenig wie die Begünstigung geschlechtsspezifischer Erziehung durch das Vorenthalten von kollektiven Selbstverständlichkeiten.</p></blockquote>
<p>Eine gelernte Bürokauffrau muss nicht sonderlich vertraut sein mit Pädagogik, didaktischen Methoden und dem Pipapo. Allerdings sollte sie sich mit diesem Nichtwissen auch nicht so sehr aufspielen. Richtig ist, dass Kinder nach und nach Rückschläge und Unzufriedenheit zu meistern lernen müssen. Das geht aber nicht auf biegen und brechen in einem Abwasch. Dazu wirkt das Geseier über kapitalistische Ellenbogengesellschaften und den harten Alltag als unüberwindbares Übel hirnverbrannt, wenn der selbe Mund gleichzeitig gegen all das vorgehen will. Darüberhinaus, das kennen wir Deutschen aus dem dritten Reich und der DDR, sollte die von den Sozialisten angestrebte beinahe-24/7-Kinderbetreuung durch Außenstehende mit Misstrauen beäugt werden. Allzu gern ist dies nämlich ein Mittel, um den Nachwuchs politisch auf Spur zu bringen. Das kann so weit gehen, dass sich Kinder gegen ihre Eltern stellen, weil diese geradezu dämonische (laut der netten Erzieherin) Ansichten pflegen. Eine Partei, die Leistungsverweigerung und gelernte Hilflosigkeit honorieren will mit bedingungslosen Leistungen überall, sollte auch nicht über Obrigkeitshörigkeit und dergleichen schimpfen. Nun lese man noch einmal den fetten Teil des letzten Zitats und genehmige sich folgenden Auszug, der weiter oben bereits angeführt worden ist:</p>
<blockquote><p>Dazu gehört in erster Linie, frei in der Entscheidung über die eigene Lebensplanung zu sein. Ob ich homo-, trans- oder heterosexuell sein möchte, ob ich eine Beziehung eingehen oder meine Sexualpartner wechseln möchte wie Socken, ob ich bis ins hohe Alter an Orgien teilnehme oder ob ich aus religiösen Gründen sexuell unterdrückt lebe – das alles ist meine Privatentscheidung. Solange ich damit niemand anderes in seiner freien Entfaltung behindere, ist alles erlaubt und das ist auch gut so. Oder zumindest muss es das sein!</p></blockquote>
<p>Wenigstens zu einem gewissen Teil wirken diese beiden Teile widersprüchlich auf mich. Gerade heute, wo hilfreiche Informationen sehr leicht zugänglich sind, kann auch ein <em>gelernter</em> Hilfloser den Schritt gehen und seine Situation ändern. Tut er es nicht, weil er zu bequem ist oder weil die Religion ihm alle Antworten liefert, so handelt er aus eigenen Stücken und das soll doch gut sein, denke ich&#8230;?</p>
<blockquote><p>Und doch geht das Geschwafel weiter über die Hoheit des Babys, wenn es schreit, über angebliche Schädlichkeit von KiTas und was für ein Verbrechen eine Mutter begeht, die das liebe Kleine vorübergehend jemand anders anvertraut oder sich nur mal eine Zigarette anzündet (von dem verbalen Lynchmob ganz zu schweigen, wenn man sich als junge Frau als empfindlich gegen Lärm outet).</p></blockquote>
<p>Asja Huberty ist übrigens gegen ein Rauchverbot in Kneipen, siehe <a href="http://www.hl-live.de/aktuell/text.php?id=40901" target="_blank">hl-live.de</a> :</p>
<blockquote><p><strong>Asja Huberty, DIE LINKE</strong> (eMail: <a href="mailto:asja.huberty@linkspartei-luebeck.de">asja.huberty@linkspartei-luebeck.de</a>) schrieb am 23.02.2008 um 17.45 Uhr:<br />
Ich muss der FDP in diesem Fall ausdrücklich zustimmen. Alle Kneipenwirte, die ich gefragt habe, erklären einstimmig, dass sie mit dem Rauchverbot zusätzlich zu den durch die allgemeinen Flaute in den Geldbeuteln der Leute ausgelösten Umsatzeinbußen erhebliche finanzielle Einbrüche zu erleiden haben. Und dass jetzt stattdessen die Nichtraucher in die Kneipen strömen, hat sich als Fehleinschätzung erwiesen.</p>
<p>In Restaurants und Bäckereien, wo gegessen wird: ok! Aber für mich gehört die Kippe zur Kneipen-Kultur dazu. Es kann ferner sogar den Nichtrauchern den ganzen Abend verderben, wenn die Diskussion alle viertel Stunde unterbrochen wird, weil die Hälfte der Leute rausgeht zum Rauchen. Einfach nur nervig!</p>
<p>Ich bin ebenfalls dafür, jeden Menschen selbst entscheiden zu lassen, was in seinen Räumlichkeiten stattfinden darf und was nicht. Frau Dr. Blunk hat Recht.</p></blockquote>
<p>Und ich stimme der Huberty in diesem Punkt zu, aber warum stört es sie dann, dass sich schwangere Frauen den Bauch streicheln oder anderweitig &#8222;gute&#8220; Einflüsse einzubringen versuchen? Dass der blaue Dunst gesundheitsschädlich ist, weiß jedes Kind und daher muss es doch einfach nicht sein, dass schwangere Frauen oder Mütter in Gegenwart ihres Babies quarzen. Wenn es um schädliche Auswirkungen von Kernkraftwerken auf Kinder ginge, wäre Huberty bei der Anti-AKW-Demo ganz sich weit vorne mit dabei. Das ist im Endeffekt das gleiche. Was den <em>verbalen Lynchmob</em> gegen Lärmempfindliche Frauen angeht: du hast diese Gesellschaft doch als Ellenbogengesellschaft erkannt. Erinnere dich: <em>take it like a man</em> und heul nicht rum, weil jemand nicht nach deiner Pfeife tanzt.</p>
<p>Für einen Kommentar zu ihrem Fazit fehlt mir nun die Lust. Stattdessen hänge ich meinen Senf konkret zur Abtreibungsthematik kurz an.</p>
<p>Ich habe keine Ahnung, ab wann ein Fötus nun tatsächlich lebt oder nicht und dementsprechend weiß ich nicht, bis zu welchem Zeitpunkt eine Abtreibung &#8222;richtig&#8220; wäre. Ich bin der Meinung, dass der Schwangerschaftsabbruch keineswegs zum Mittel der <em>Familienplanung</em> werden sollte, da der Stress für abtreibende Frauen mitunter doch sehr, sehr heftig ausfällt und das sollte sich niemand zum Spaß antun. <a href="http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/10086288" target="_blank">DAS (klicken)</a> ist auch so eine Sache, die in meinen Augen einfach nicht passieren <em>darf</em>. Menschenverachtung, wie wir sie in Europa eigentlich für begraben hielten, zusammen mit einem schrecklichen Regime. Ich bin aber nicht grundsätzlich gegen Schwangerschaftsabbrüche. Wenn das Kind beispielsweise mit einer zu schweren Schädigung (die Grenzziehung maße ich mir nicht an!) auf die Welt käme, das Risiko für die Mutter zu groß wäre oder eine Frau durch Vergewaltigung schwanger wurde, so halte ich die Abtreibung für eine Option. Allerdings sollte man beim Vergewaltigungsbeispiel &#8211; genau wie bei einer ungewollten Schwangerschaft &#8222;aus Spaß&#8220;- bedenken dass man das Kind zur Adoption freigeben kann. Zeugungsunfähige Paare würden sich sicherlich darüber freuen und selbst das &#8222;ungewollteste&#8220; Kind hätte auf diese Weise eine Chance geliebt zu werden.</p>
<p>Insgesamt liest sich der zitierte Artikel wie das Werk einer sehr egoistischen und völlig Ahnungslosen jungen Frau, die ihre Jugend verpasst zu haben scheint und dies nun in vollen Zügen nachholen will. Das soll sie von mir aus gerne tun, aber diese schlichtweg widerliche Hetze ist beileibe nicht notwendig. Vielleicht ist Asja Huberty ganz einfach nicht reif genug für diese Thematik. Ich hoffe es. Denn andernfalls trägt sie diese Haltung jahrzehntelang weiter. Von mir aus soll sie diese Haltung ruhig pflegen. Als halbwegs freier Mensch genieße ich die Möglichkeit, Hubertys Ansichten scheiße zu finden und dies auch so zu äußern. Aber wehe, wenn solche Drachen einmal wirklich was zu sagen haben&#8230;</p>
<h2>UPDATE am 27.08.09</h2>
<p>Der Artikel ist vom Netz genommen worden. Schade, dass ich ihn nicht komplett habe (hier fehlt da Hubertys Fazit). Das soll mir eine Lehre sein.</p>
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</blockquote>
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		<title>Wenn Prothesen empfindlich sind&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 13:43:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>unruheherd</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensgefühl]]></category>
		<category><![CDATA[Neid]]></category>
		<category><![CDATA[Neiddebatte]]></category>
		<category><![CDATA[SUV]]></category>
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		<description><![CDATA[Diesen Beitrag wollte ich schon längst geschrieben haben. Anfang Juni veröffentlichte die AutoBILD einen Fahrbericht zum brandneuen BMW X1. Gleich der erste Kommentar von Nutzer Georg traf den wunden Punkt: ein gewisser timo antwortete auf die Aussage, dass der X1 überflüssig sei, mit dem vertrauten Jaulen eines angeschossenen Hundes.
@ georg: nur weil DU es nicht [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schwafelsaeure.wordpress.com&blog=3922644&post=104&subd=schwafelsaeure&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Diesen Beitrag wollte ich schon längst geschrieben haben. Anfang Juni veröffentlichte die <a title="Auto BILD Startseite" href="http://www.autobild.de/index.html" target="_blank">AutoBILD</a> einen <a title="Fahrbericht BMW X1" href="http://www.autobild.de/artikel/fahrbericht-bmw-x1_914589.html" target="_blank">Fahrbericht zum brandneuen BMW X1</a>. Gleich der erste Kommentar von Nutzer <em>Georg</em> traf den wunden Punkt: ein gewisser <em>timo</em> antwortete auf die Aussage, dass der X1 überflüssig sei, mit dem vertrauten Jaulen eines angeschossenen Hundes.</p>
<blockquote><p>@ georg: nur weil DU es nicht brauchst, heißt es nicht, dass das auto nicht verkauft wird.<br />
oder bist du bei der gfk (gesellschaft für konsumgüterforschung) und betreibst hauptberuflich marktanalysen?<br />
neid (kannst dir eh keinen bmw leisten, würdest aber gerne, darf aber niemand wissen, also wird gemotzt) oder größenwahn (du glaubst den geschmack der gesamten menschheit einschätzen zu können, bewerb dich mal bei nem autohersteller, die nehmen die mit handkuss)????</p>
<p>motto: es wurde alles gesagt, nur noch nicht von jedem.</p></blockquote>
<p>Neid und Anmaßung sind die Lieblingsargumente, wenn nicht sogar die einzigen Argumente, eines in seiner automobilen Ehre gekränkten Menschen.</p>
<p><span id="more-104"></span></p>
<p>Bei derartigen Reaktionen drängt sich der Gedanke einfach auf, dass in diesem Falle das Auto tatsächlich eine Persönlichkeitsprothese darstellen soll, wobei diese Unterstellung mindestens genau so inflationär genutzt wird wie der Neid.</p>
<p>Man muss gar nicht darüber streiten, dass man beispielsweise beim Kauf eines Mercedes auch den Namen und dessen Prestige mitbezahlt. Zumindest dürfte dies &#8211; sagen wir &#8211; ab einem C220/230 der Fall sein. Beim Betrachter mag es mehr oder minderlaut mitschwingen: <em>der Fahrer KANN. Er TUT es.</em> Das weiß der Fahrer und mag einen gewissen Stolz fühlen. Vielleicht auch ein neckisches <em>wenn der wüsste, wie günstig ich den bekommen habe</em>. Schon unter den Jahreswagen findet man echte Schätze für vergleichsweise wenig Geld. Das ist nicht unbekannt und trotzdem bleibt der Gedanke, dass <em>der Fahrer KANN</em>. Bei einer unangenehmen Sorte von Betrachtern drängt sich jetzt die Frage auf, <em>warum</em> der Fahrer es denn kann. Neid oder Missgunst münden in einem bedenklichen Berliner Trend: man setzt den Benz einfach in Brand. Immerhin kann es einfach nicht mit rechten Dingen zugehen, dass der Eigentümer sich sowas zu leisten imstande ist. Im Zweifelsfall beutet der Fahrer, die neunschwänzige Katze lässig aus der Reiterhose baumelnd, Kindersklaven auf einer Kakaoplantage aus. Das muss die einzig mögliche Erklärung sein. Weniger gefährliche Zeitgenossen lassen sich einfach verbal über das Gefährt aus.</p>
<p>Lustig wird es hingegen, wenn der Fahrer einen Kniefall vor seinem Stern, seinen vier Ringen oder dem blauweißen Emblem verlangt. Wer das Auto nicht mag, ist ein Neider. Wenn er könnte, würde er doch selbst in der dicksten Limousine herumfahren. Der Egoboost schlechthin, man erhält die Bestätigung für die eingebildete Höherwertigkeit der eigenen Person. Freilich kann es im Straßenverkehr selbst auch brenzlig werden &#8211; manch ein &#8222;Überfahrer&#8220; scheint das Kreuzchen auf der inoffiziellen Liste mit den Sonderoptionen gesetzt zu haben; eingebaute Vorfahrt.</p>
<p>Nun haben wir also mal wieder den Hauptkampf des Boxabends: mit dem Höschen in chefetagengraphitgrau &#8211; der Fahrer! Und in den ökoflachsfarbenen Shorts tritt Schanzenviertel-Sabine an. Ring frei!An dieser Stelle bin ich froh, mein Geld auf keinen der Kontrahenten gesetzt zu haben. Sie sind mir beide unsympathisch.</p>
<p>Wenn ich einen flüchtigen Blick auf den aktuellen Fahrzeugmarkt werfe, so komme ich zu dem Schluss, dass die Kataloge wahrlich vor unnötigen Autos wimmeln. Volkswagen und Audi haben jeweils zwei sogenannte SUV (man setze hier auch gern ein vom Hersteller genanntes Konzept ein) im Programm, die irgendwie ganz gut zwischen Treckerspuren fahren, aber für Rücken schädigende Touren durch &#8222;richtiges&#8220; Gelände viel zu schade sind. Porsche hat seine Varianten des Cayenne, die mit viel Power ziehen und auch klettern, aber mächtig durstig und für die meisten Besitzer ein einziger Overkill an <em>zuviel des Guten</em> sind. BMW gibt sich als Streber: erst kam der mächtige X5 als gut ausgestatteter Kumpel für Wandertouren. Dann kam der günstigere, aber kaum kleinere X3 auf den Markt. Das war BMW nicht genug, denn kurz darauf folgte die Bastardisierung des an sich sehr schönen 6er. Der X6 möchte als <em>Sports Activity Vehicle</em> betitelt werden. Höhergelegte &#8222;Coupés&#8220; kannte ich vorher nur aus der Monstertruckwelt. Schonmal einen Camaro mit Ballonreifen gesehen? Sieht scheiße aus. Der X6 gefällt mir nur ein Stück besser, aber nicht gut genug. Wuchtig wirkt er in der Tat, vor allem hinten. Ein Auto mit Fettarsch, so wie es u.a. der alte Ford Ka war. Nun haben die Bayern auch noch ihr Küken, den 1er mit mehr Bodenfreiheit ausgestattet. Es ist der allgegenwärtigen Krise anzulasten, dass BMW von einem X7 abgelassen hat. Sonst wäre praktisch die gesamte traditionelle Modellpalette mit Wanderschuhen erhältlich. Wem diese Treter wiederum zu klobig sind, der darf bei X5 und X6 gerne zur M-Version greifen. Auch das M aus Baden-Württemberg spielt natürlich mit. Neben der ehrwürdigen G-Klasse steht seit 1997 der M/ML auf vier Rädern. In meiner Erinnerung der erste deutsche Kletterer, mit dem man am Abend auch gern bei gediegeneren Veranstaltungen vorfahren konnte, ohne rauhbeinig zu wirken. Seit 2008 rollt aber auch ein noch kleineres Brüderchen mit Stern durch die Lande, nämlich der GLK.</p>
<p>Ich habe den Eindruck, dass die Autobauer seit einigen Jahren nicht mehr wissen, was sie eigentlich bauen wollen. Insgesamt wachsen die meisten Modelle mit jeder weiteren Generation. Sie werden effizienter, komfortabler und größer. Verdelte Serienwagen werden stärker, schneller, brachialer. Es muss immer ein Stück mehr sein, während die Elektronik gleichzeitig immer fleißiger eingreift, mal dezenter und mal unverblümter. Die SUV-Welle brachte noch größere Fahrzeuge hervor, die dann aber wohl doch <em>zu</em> groß waren, so dass &#8222;kompakte&#8220; große Autos entwickelt wurden. Im selben Atemzug sollen die Kolosse aber auch agiler werden, um die an sich flinkere Konkurrenz aus ganz anderen Fahrzeugklassen ärgern zu können. Alles auf einmal. Ich frage mich, wann es einen Smart fürs Gelände gibt, der von Brabus auf 350 PS gepumpt wird. Diese Modellflut soll wohl sinngemäß das Silikon sein, mit dem jede Marktnische sauber zu füllen ist. Ich möchte gar nicht abstreiten, dass so mancher SUV-Fahrer seinen Kauf mit praktischen Argumenten untermauert hat. Immerhin können diese Gefährte ziehen und wer möchte auf der Fahrt zum Reitturnier auf Komfort verzichten? Meistens sieht man die Karren jedoch ohne Anhänger, oft ist noch nichtmal eine Anhängerkupplung vorhanden und ohnehin bewegen sie sich blitzsauber auf gut ausgebauten Straßen. <em>Schaut her! Hier bin ich und ich sehe über euch hinweg.</em> Es sind genau diese Fahrer, die man mit einem falschen Wimpernschlag zur Gegenoffensive treibt, wie sie am Anfang des Beitrages zitiert wird. Für mich ist es ein Signal dafür, dass in solchen Fällen ein Auto tatsächlich zur Prothese wird. Ich finde das arm, denn aus meiner Sicht gibt es ein tolles Argument. <em>Warum denn nicht?</em></p>
<p>Statusgehabe mag sicherlich kein &#8222;edles&#8220; Kaufmotiv sein. Wenn man diesen Aspekt ausblendet und ein praktischer Nutzen nichtmal besteht, so sollte doch zumindest eine gewisse Faszination vom jeweiligen Auto ausgehen. Ein <em>sympathisches</em> Fahrzeug hat sich mit eben dieser Sympathie schon gerechtfertigt. Was spricht dagegen ein Auto zu fahren, weil man genau dieses Auto einfach gerne fährt? Es mag sein, dass die Leute vor Jahrzehnten auch mit ihrer Isetta zufrieden in den Urlaub gefahren sind. Damals war das eigene Auto noch ein richtiger Luxus. Das ist heute anders. Das Auto ist eine Selbstverständlichkeit, außer für jene Menschen, die wirklich kein Geld dafür ausgeben können. Der Rest mag sich teilweise eben etwas &#8222;besseres&#8220; als ein Goggomobil leisten. Wo liegt da das Problem? Wer nur trocken von A nach B kommen will, der <em>muss</em> sich keinen Mercedes kaufen. Er kann, wenn er den Mehrpreis zu zahlen bereit ist. Das ist doch völlig in Ordnung so. Weshalb sollte gerade <em>mein</em> Auto die ästhetischen oder praktischen Anforderungen einer fremden Person befriedigen können? <em>Ich</em> habe mich für das Auto entschieden und <em>ich</em> muss damit zurecht kommen. Nicht jeder mag meine kleine grüne Reisschüssel und das muss auch niemand. Mein Auto ist für mich bezahlbar, Ausstattung und Farbe passen und das Fahrgefühl ist gut genug für ein günstiges Transportmittel. Ein <em>vernünftiger</em> Mensch hätte mir vermutlich zu einem Fahrzeug mit größerem Kofferraum geraten, aber die Mehrkosten dafür wären es mir derzeit nicht wert gewesen. In den meisten Fällen reicht das knappe Platzangebot aus. Ich bin derzeit <em>zufrieden</em>. Wer andere Prioritäten setzt, der entscheidet sich natürlich für ein anderes Auto und wenn diese Schwerpunkte irgendwo zwischen wahnsinniger Beschleunigung und einem legendären Nebel liegen, so greift er bei passendem Kontostand zum Ferrari. Ich bin kein großer Ferrarifreund, aber soll ich deswegen ausrasten? Ich kann offen sagen, dass mir der Ferrari nicht gefällt. Der Halter kann mich daraufhin in die überflüssige Diskussion über Neid und Status verwickeln, sich also lächerlich machen, oder drüber stehen und sich im Gedanken den Popo kraulen lassen. Niemand <em>braucht</em> einen Roadster, einen Polo Fun oder einen A4 mit S-Line Krempel. Manche Leute <em>wollen</em> es aber und solange sie niemandem damit schaden, geht das in Ordnung. Man kann ein hochgezüchtestes Auto hier nur selten ausfahren, aber 160+ PS machen auch unter 130 km/h Spaß und dabei muss man sich nichtmal zwangsweise um den nächsten Baum wickeln.</p>
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		<title>Hokus Pokus Fidibus &#8211; dreimal schwarzer Balken</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Aug 2009 23:19:03 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Kaffee aufsetzen und Keksdose auf den Tisch stellen! Dieser Beitrag wird lang. Einen Eimer solltet ihr euch auch besorgen, denn die Kekse möchten hausfriedensverträglich wieder ausgekotzt werden. Kotzen werdet ihr nämlich &#8211; ich lasse euch aber die Wahl: ihr kotzt entweder wegen meines Geschwafels, oder wegen der übelriechenden Monatsausflüsse gewisser PolitikerINNEN.
Hier soll es nun um [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schwafelsaeure.wordpress.com&blog=3922644&post=106&subd=schwafelsaeure&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Kaffee aufsetzen und Keksdose auf den Tisch stellen! Dieser Beitrag wird lang. Einen Eimer solltet ihr euch auch besorgen, denn die Kekse möchten hausfriedensverträglich wieder ausgekotzt werden. Kotzen werdet ihr nämlich &#8211; ich lasse euch aber die Wahl: ihr kotzt entweder wegen meines Geschwafels, oder wegen der übelriechenden Monatsausflüsse gewisser Politiker<strong>INNEN</strong>.</p>
<p>Hier soll es nun um zwei &#8222;Phänomene&#8220; gehen, die sich mit DEM Thema des Jahres beschäftigen. <em>Das böse Internet</em>, Klappe die 4827-ste! *klack*</p>
<p>Beginnen wir mit einem weiteren <a title="Welt Online" href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article4241428/Von-der-Leyen-plant-weitere-Internet-Sperren.html" target="_blank">Artikel auf Welt Online</a>. Darin heißt es:</p>
<blockquote><p>Nach der bevorstehenden Sperrung von Kinderporno-Seiten will Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) gegen weitere rechtswidrige Inhalte im Netz vorgehen. „Mir geht es jetzt um den Kampf gegen die ungehinderte Verbreitung von Bildern vergewaltigter Kinder“, sagte sie dem „Hamburger Abendblatt“, kündigte aber an, man müsse „weiter Diskussionen führen, wie wir Meinungsfreiheit, Demokratie und Menschenwürde im Internet im richtigen Maß erhalten.&#8220;</p></blockquote>
<p>Damit hat Frau von der Leyen einmal mehr die Befürchtungen angeheizt, die von Anfang an die aktuelle Kinderpornodiskussion begleitet haben. Wenn sich erstmal der geplante Zensurmechanismus etabliert hat, stünden weiteren Aktionen bestürzten Augenzuhaltens die Tore weit offen. Diese Bedenken nehmen nun ganz offensichtlich die immer klareren Umrisse einer präsenten Bedrohung an. Ich versuche es mal hübsch zu verpacken. =)<span id="more-106"></span></p>
<p>Ursula von der Leyen gebiert sich als des Volkes Supermami, die ihrem Volkskind vorm Affengehege die Augen ganz fest zuhält, damit das Völkchen keine unangenehmen Fragen über fickende Schimpansen stellt. Ursprünglich haben sich die Affen mit einem Kind vergnügt, welches irgendwie ins Gehege geriet. Anstatt sofort den Tierpfleger zu rufen, um die Affen zu betäuben und das Kind schleunigst aus dem Gehege zu holen, verpasst Ursel ihrem <em>Volk</em>er eine Augenbinde und schiebt ihn fix weiter ins Reptilienhaus. Andere Zoobesucher schlagen die Hände erschrocken über ihren Köpfen zusammen! Da wird ein kleines Kind zum Lustspielzeug einer Schimpansensippe und eine Mutter mit direktem Draht zu den Wärtern macht sich aus dem Staub. Wenn es kommt, dann kommt es eben dicke. Mama Ursula und ihr kleiner <em>Volk</em>er besuchen den Zoo am nächsten Tag wieder. Nun steht eine seltsam gekleidete Gestalt vor dem Schimpansengehege und animiert die Affen belustigt dazu, sich aufrecht hinzustellen und den rechten Arm lang auszustrecken. Anstatt das Zoopersonal zu rufen, um den Besucher vor die Tür zu setzen, schiebt Mutti ihren <em>Volk</em>er erneut weiter, denn der Bub darf nicht wissen, dass manche Leute übles im Sinn haben. Am folgenden Tag gibt Ursula in unendlicher Gnade den verlotterten Schimpasen eine weitere Chance. Allerdings spielen die Affen verrückt. Sie polieren sich gegenseitig die Fresse, um den rechtmäßigen Besitzer der letzten dicken Orange zu ermitteln. Blutige Konflikte sind im Tierreich nicht ungewöhnlich. Ursula fände es jedoch unschön, wenn diese Konflikte zu sehr für gewöhnlich erachtet würden. <em>Volk</em>er spürt einmal mehr die treibenden Hände seiner Mutter im Rücken. Mama Ursula beschließt, dass mit dem Zoodirektor ein ernstes Wörtchen zu wechseln ist. So kann es nicht weitergehen, der Zoo ist ja schlimmer als die Reeperbahn nachts um halb Eins! Auf dem Weg zum Verwaltungsgebäude zupft <em>Volk</em>er an Muttis Rockzipfel. &#8222;<em>Duuu Mama&#8230;warum ist der Junge da so böse zu seiner Mutter</em>&#8222;, fragt er und zeigt auf einen anderen Jungen. Dessen Gesicht ist knallrot vor Wut und er beschimpft seine Mutter, die ihm heute kein Stofftier im Souvenirgeschäft kaufen wollte. Man fragt sich, wo der Junge diese Ausdrücke geler- HIMMEL! In letzter Sekunde denkt Ursula daran, <em>Volk</em>ers Ohren zuzuhalten. Sonst wüsste sie nämlich bald, wo <em>ihr</em> Sohn solche Schimpfwörter aufgeschnappt hätte. Das ging gerade noch einmal gut. Dem Herrn Zoodirektor würde sie jetzt richtig was verklickern. Unter Berufung auf ihre einflussreichen Freunde verdonnerte sie den Direktor dazu, sämtliche Tiergehege rundum mit diesen coolen neumodischen LCD-Fenstern zu versehen, die binnen Sekundenbruchteilen undurchsichtig gemacht werden könnten. Auf diese Weise könnte man Zoobesuchern den Anblick rolliger Äffchen ersparen. Außerdem muss der Zoodirektor nun &#8211; <strong>Arbeitsplatzjoker!!!!</strong> &#8211; psychologische Betreuer auf dem gesamten Zoogelände postieren, damit andere Mütter sich nie wieder von ihren Bälgern müssten anmotzen lassen. Zur Belohnung pappte sie an die Pforte des Zoos ein großes grünes Siegel. Dieses <em>Gütesiegel für Persil-reine Familienunterhaltung</em> garantiert seither ungetrübte Zuckerwattebilder von glücklichen Rehkitzlein. Um genau zu sein, gibt es in diesem Zoo auch nichts mehr zu sehen, denn die meisten LCD-Schaukastenscheiben sind praktisch immer auf blind gestellt. Hier verschlingt eine Boa gerade wehlose Mäusebabies, dort fährt ein Elefant sein mächtiges Glied aus, um Elefantenkuh Nghwiaghi zu beeindrucken und dazwischen finden zahllose weitere Abartigkeiten des Tierreichs statt. Es könnte so schön sein, wenn da nicht diese verständnislosen HartzIV-Eltern wären. Die regen sich nämlich darüber auf, dass sie für ihr hart erspartes Geld nichtmal mehr ein verdammtes Flusspferd zu sehen bekommen. Wie auch, wenn dieses Tier in einer Tour kackt und offenbar noch Freude an dieser perversen Praktik verspürt? &#8222;<em>Ihr seid doch pervers</em>&#8222;, schimpft Ursula zurück. &#8222;<em>Und ihr Reptilienfreunde auch! Blutrünstiger Abschaum!</em>&#8220; Ursula versteht die Welt nicht mehr. Vielleicht sollte sie lieber nach Hause gehen und in Ruhe nachdenken. Es zupft wieder am Rockzipfel. &#8222;<em>Mama. Was ist eigentlich ein Flusspferd?</em>&#8220; &#8222;<em>Das weiß ich allerdings auch nicht, mein kleiner Schatz</em>&#8222;, entgegnete sie. Ja, sie würde nachdenken müssen. Und vorher den Brockhaus aus dem Regal holen. Flusspferde&#8230;</p>
<p>Jetzt träufele ich euch Ohrentropfen in den Kaffee, damit der Eimer auch wirklich voll wird.</p>
<p>Madame BüSo hat uns ein herrliches Stück Propaganda von glücklichen Netznagern kredenzt. Mit <a title="ACHTUNG! Internet!" href="http://www.bueso.de/webfm_send/2275" target="_blank">diesem pdf</a> möchten uns die Bewohner des Sterns Solidaria aufwecken. <em>Killerspiele töten die Seele &#8211; Steckt der teufel in Deinem Laptop?</em> fängt schon sehr vielversprechend an.</p>
<blockquote><p>Historisch betrachtet könnte man dieser Flugschrift vielleicht ebenso viel Wert beimessen wie den Flugblättern der Weißen Rose, die mit Heldenmut den Feind im eigenen Land bekämpften und bis zuletzt das wahre Deutschland Friedrich Schillers verteidigten. Wie im folgenden klar werden wird, kommt Faschismus heute nicht im braunen Gewand daher, sondern mittels subtiler Gleichschaltung/“Vernetzung“ einer ganzen Generation, bei der sowohl Joseph Goebbels als auch Aldous Huxley vor Neid erblaßt wären. Diese Flugschrift soll vor allem den jungen Leser befähigen, dies als Krankheit zu erkennen, um sich rechtzeitig davon zu befreien.</p></blockquote>
<p>Das Kollegium dieses <em>Geschwister-BüSo-Gymnasiums</em> hat durchaus einen kleinen Treffer gelandet. Der Faschismus hat sich ein neues Kostüm besorgt und braust tatsächlich auf seinem Gleichschaltungs-Kickboard durch die Gassen. Allerdings schwingt er dabei kein LAN-Kabel-Lasso, sondern gern mal schwarzrote Fahnen oder Transparente einer &#8222;Friedensbewegung&#8220;, die ihre Sprüche mit stilisierten Molotovcocktails verziert. Aber darum soll es ja jetzt nicht gehen, für die Linksradikalen habe ich mir einen weiteren Beitrag ausgedacht.</p>
<p>Unter der Überschrift <em>Zombies aus dem Cyberspace</em> wird weiter auf die Kacke gehauen.</p>
<blockquote><p>Angesichts der heutigen Weltlage ist es erschreckend zu beobachten, wie die Mehrheit der heutigen Jugend ihre kostbare Zeit in fast ständiger Abwesenheit von der Realität verbringt. Ob iPod, Laptop, wLAN, Killerspiele, Second Life usw.; wer sich diese Art von Zeitvertreib a la MySpace, StudiVZ oder SchülerVZ mal genauer anschaut, wird schnell feststellen, daß er hier auf ein virtuelles Massengrab gestoßen ist, in dem wirklich jede Form von Dekadenz ihre Nische gefunden hat, bis hin zur Nekro- und Pädophilie. Das Verbrechen geht also über bloße Zeitverschwendung und Volksverdummung hinaus, denn wo die 68er-Generation mit „sexueller Befreiung“, LSD-Trips und meschugge machender Rockmusik nur der Vorgeschmack waren, beobachten wir jetzt eine Art „kultureller Endlösung“: den Ausbruch einer zutiefst satanischen<br />
Kultur, wo Amokläufe an Schulen, gegenseitiges Abschlachten bei Parties und Selbstmord mehr und mehr zum Alltag gehören. Dabei sollte man im Hinterkopf behalten, daß es vor allem Lyndon und Helga LaRouche waren, die bereits vor Jahrzehnten warnten, daß solch eine Form eines „neuen dunklen Zeitalters“ ausbrechen würde, wenn<br />
man dem sogenannten „Wertewandel“ nicht Einhalt geböte.</p></blockquote>
<p>Es wundert mich, dass in dieser <em>zutiefst satanischen</em> Aufzählung Telefon, Elektrizität und Essbesteck fehlen. So prokelt man im Urschlamm unserer Großeltern herum, als fünfzehnjährige Milchzahnrocker mit ihren Mopeds als Schrecken der Nachbarschaft galten, mit ihrem Kamm in der Tasche und diesem unsäglichen Elvis Pressler oder wie der hieß. Die 68er haben ja viel Bockmist fabriziert, aber in diese Schublade passen sie aus meiner Sicht gar nicht hinein. Immerhin sind es auch diese Altrevoluzzer, die uns heute so gern in jene Suppe spucken, die auch den BüSos als Zielfass dient. Abgesehen davon kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie drahtlose Netzwerkverbindungen oder Musik zum Mitnehmen per se einen Fluchtweg vor der Realität bieten. Es sei denn, man bemüht die Romantik, dank derer wir im Auto zu unserer Lieblingsmusik für ein paar Minuten den Alltag aufhalten können. Hoffentlich stehen bei den BüSos keine Volksempfänger herum, denn sonst könnten die auch den Boden unter den Füßen verlieren &#8211; wenn sie ihn denn überhaupt noch berühren täten. Ebenso scheint man sich offenbar nicht so richtig mit sozialen Netzwerken auseinandergesetzt zu haben. Die ganzen VZs und &#8222;-Spaces&#8220; quellen über vor Müll, das ist wahr. Allerdings beschwört man hier einen Dämon herauf, der sich bei eingeschalteter Nachttischlampe als Staubmaus unterm Bett enpuppt. Den tumben Freundesammlern in diesen Netzwerken stehen nämlich auch sehr viele Nutzer gegenüber, die jene Angebote als Kommunikationsplattform für den Austausch mit Leuten nutzen, die sie persönlich kennen. Auch hier frage ich mich wieder vor der Realitätsflucht, denn was ist realer als persönliche Bekanntschaften? Rückt man im BüSo-Tempel lieber Gläser, um die verblichene Oma nach ihrem Apfelkuchenrezept zu fragen? Wäre <strong>das</strong> real? In etwa so real, wie Amokläufe an Schulen zum Alltag gehören, denke ich. Das heißt: BüSo malt schwärzer, als man es aus einem Teerklumpen pressen könnte. Wären solche Vorfälle alltäglich, so würde man ihnen einen kurzen Absatz in der Randspalte der Zeitung widmen. Leute, die sich samt Auto um Bäume wickeln, sind alltäglich und das ist schon traurig genug. Schauen wir mal, was LaRouche uns zu sagen hatte:</p>
<blockquote><p>Lyndon LaRouche, renommierter Ökonom und führender Staatsmann, äußerte sich dazu neulich in einem Aufsatz wie folgt:</p>
<p>„Wenn kein bedeutender Widerstand gegen die sich verschlimmernden gesellschaftlichen Zustände wahrnehmbar ist, entsteht unter diesen Bedingungen ein starker Impuls zu dem, was allgemein ‚Entfremdung’ genannt wird. [...]Die Wiederwahl George W. Bushs 2004 war demoralisierend [...] und ließ insbesondere unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen ‚vorrevolutionäre Bedingungen’ entstehen. Die Flucht in Killercomputerspiele, um die Wut abzureagieren, und die Flucht aus dem Leben in den Cyberspace, erzeugen Tendenzen, in denen beides zusammenkommt. Das Ergebnis kann man ‚Zombies aus dem Cyberspace’ nennen. [...] Man sollte auch verstehen, daß die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die über ihre Sucht nach MySpace, Facebook und Killerspielen in eine derartige Realitätsflucht hineingezogen werden, den gleichen pathologischen Geisteszuständen unterworfen sind wie Selbstmordattentäter in Südwestasien. Psychologisch gesehen bewegen sich die Dauerbewohner des Cyberspace, ob in MySpace, FaceBook oder von Killerspielen, Stück für Stück auf einen gemeinsamen Platz im heutigen Äquivalent eines Nürnberger Nazi-Aufmarsches hin &#8211; das hätte man schon bei den Neonazis und Antifa-Kämpfern im heutigen Deutschland erkennen sollen. Die Tendenz zu einem solchen faschistischen Massenphänomen ließe sich aufhalten, aber […] ändern wir unser gegenwärtiges Verhalten nicht, so werden wir in Amerika, West- und Mitteleuropa bald das gleiche Problem von Massenselbstmorden und terroristischer Aggression erleben, das wir in Südwestasien angeblich so verabscheuen: ein Mittel der Kriegsführung, sei es als Kampfart in Bürgerkriegen oder auch als ‚Terrorismus’ einschließlich Selbstmord, wie in Blacksburg und Jokela. Genau das wird hier in den USA und anderswo eintreten, es sei denn, wir nehmen nicht bloß ‚Reformen’ zur Beruhigung, sondern entscheidende systemische Veränderungen an unserer Sozialpolitik generell vor.“</p></blockquote>
<p>Schade, dass der Zusammenhang zwischen Bush Juniors zweiter Amtszeit und jugendlichem Zeitvertreib herausgekürzt worden ist. Man kann zu Bushs Politik stehen, wie man lustig ist. Einen möglichen Zusammenhang zu weiten Aktivitäten im Internet kann ich höchstens darin erkennen, dass man die ganzen Gruppen von Bush-Gegnern gar nicht mehr zählen konnte. Das wiederum hätte Herrn LaRouche doch freuen sollen, wo er George W. Bush doch hier in den satanischen Kreis hineinschubst.  Ebenso lässt der Abschnitt unklar, worin genau sich junge Netzjunkies und Terrormucheln nun ähneln sollen. Ist es die Fixierung auf das jeweilige hohe Gut, also den Kontakt zu anderen Menschen überall auf der Welt, bzw. die Unterwerfung der Weltbevölkerung unter die Worte des Proheten? Könnte man von diesem LaRouche-Gefolge nicht ebenso behaupten, dass sie sich in geradezu pathologischen Zügen an die Lippen ihres Führers hängen? Ich habe gerade einmal die ersten zwei Seiten dieses Schriebs zitiert und möchte den BüSos sofort die selbe Starrsinnigkeit vorwerfen, die sie bei all ihren eigenen Hasssubjekten auszumachen meint. Wieso zur Hölle wird die Generation des &#8222;Web 2.0&#8243; überhaupt als faschistisch eingestuft? Im Großen und Ganzen bedienen sich die &#8222;Netzmenschen&#8220; im Umgang mit ihren Kritikern doch den so hoch gelobten Mitteln der sachlichen und überlegten Diskussion. Flamer hat man überall, da muss man sich nur mal in einem Opelforum als VW-Fahrer outen. Sowas kann man außer Acht lassen. Nein &#8211; während die wirklich &#8222;wichtigen&#8220; Blogger und sonstige Netzaktivisten da draußen jeglichen Vorwürfen stellen &#8211; und sie, falls möglich, durch sachliche Argumentation ausräumen &#8211; rufen gerade Leute wie die BüSos oder gewisse Spitzenpolitiker in diesem Lande nach Verboten und Sanktionen gegen alles, was ihnen gegen den Strich geht. Sollten diese Gestalten damit durchkommen, dann haben wir uns den Faschismus ein Stück näher herangeholt.</p>
<p>Ab Seite 3 schwadroniert ein Dave Christie über <em>Die „geistige Dunstglocke“ des INSNA. </em>Kurz gesagt geht es um die dunkle Seite der <span style="text-decoration:line-through;">Macht</span> Forschung an Netzwerken und Gruppierungen. Ein Hammer kommt auf Seite 4, wo Experimente zur Beeinflussung von Menschen beschrieben werden.</p>
<blockquote><p>Ziel war es, eine Art Familiendynamik oder Dynamik des Gruppenzwangs nachzubilden, um in der Gruppe vorbestimmte Ziele durch Konsens zu erzwingen. Die Sozialingenieure nannten dies „Demokratie“. Durch den Angriff auf die Souveränität des Einzelnen in der Gruppe sollte dieser seine Souveränität der Gruppe aufopfern und auf diese Weise für die vorbestimmten Ziele beeinflußbar werden.</p></blockquote>
<p>Wie steht es mit der Souveränität des Einzelnen, wenn ihm gar kein Spielraum dafür mehr gewährt wird? Wenn er alle zwei Meter einen mahnenden Zeigefinger vorm Gesicht hat und lediglich hört, <em>das ist schlecht für dich; geh weiter</em> ? Genau darauf läuft die Politik von Mutti Ursel und den BüSo-Templern hinaus. Sie wollen dem Einzelnen nicht erlauben, schlechte Seiten der Realität zu sehen, etwas zu unternehmen und ggf. auch mal  auf die Nase zu fallen. Kinder, die so überbehütet aufwachsen, können vergleichsweise schwer mit Rückschlägen umgehen.</p>
<p>Auf Seite 7 geht es wieder um das böse Internet. Aus der zweiten Spalte:</p>
<blockquote><p>So füllten sich die chatrooms und andere Netzwerkseiten langsam mit Jugendlichen, die auf diese Masche hereinfielen. Ihnen wurde suggeriert, daß so viel einfacher sei, soziale Interaktion zu betreiben. Sie müßten anderen Menschen nicht mehr in die Augen schauen oder mit ihnen in einem Raum sitzen. Sie könnten in ihrer Cyber-Hülle<br />
(„pod“) sitzen und zu Hüllenmenschen werden. Jeder Jugendliche könne von seiner Hüllenwelt im Computerlabor in seine Hüllenwelt im Internetcafé bis in seine Hüllenwelt im Studentenwohnheim laufen. Dann könne er, um sich gegen menschliche Interaktionen in der Außenwelt abzuschirmen, Kopfhörer in die Öffnungen seiner Hülle stecken und eine laufende Hüllenwelt ohne menschliche Interaktionen schaffen. Und hier kommt der richtige Hammer: Gelegentlich könne der Hüllenmensch eine richtig anonyme Erfahrung machen. Er könne mit anderen anonymen Hüllenmenschen zu einer anonymen Orgie zusammen kommen. Das wäre dann seine einzige „nichtkybernetische“ Erfahrung. Diese vermeintlich so brillanten gesellschaftlichen Kontrollschemata haben eine wichtige Schwachstelle:  Sie verkehren sich ins Gegenteil, wenn keiner „mitspielen“ will, d.h., wenn keiner das Menschenbild akzeptiert, das einem nur ein Ja oder Nein als Reaktion auf einen Reiz gestattet, sind solche Spielchen mit der „Menschenherde“ unmöglich. Schon Sokrates weigerte sich, daß man mit ihm spielte. Er akzeptierte die „Spielregeln“ nicht und bewies so die Absurditäten der Axiome seiner Zeit. Mit der „sokratischen Methode“ können selbständige Denker bis auf den heutigen Tag die „geistige Dunstglocke“ der Oligarchie durchbrechen.</p></blockquote>
<p>Abgesehen davon, dass ein wirklich konkreter Bezug fehlt &#8211; welche Chats sind gemeint? War es ein Experiment? Meint man die gesamte Landschaft der Communities? Was??? &#8211; dieses &#8222;Hüllenmenschenbild&#8220; mag auf Kinder zutreffen, die von der scheinbaren Anonymität im Internet überwältigt ihre Grenzen ausloten wollen. Dagegen gibt es Forenmoderatoren, Chat-Ops, die Netiquette und last but not least Erziehung. Allerspätestens als junger Erwachsener stellt man fest, dass es doch nicht so grenzenlos abläuft. Glücklicherweise ist das ein Alter, in dem man erste ernsthafte Mittel zur Gestaltung nutzen kann. Vorher handelt es sich schlicht um ein lustiges Abenteuer, wie ich finde. Anrichten kann Kind da nur wenig schlimmes.  Gepaart mit elterlicher Verantwortung &#8211; und hier muss der Ansatz erfolgen &#8211; können Kinder und Jugendliche allmählich den Umgang mit dem großen, bösen Internet halbwegs sicher erlernen. So wie einst den Schulweg oder das Radfahren im Straßenverkehr. Dann kann ein junger Mensch auch einschätzen, worauf er sich wirklich einlassen will. Für alles andere gibt es Abziehbare Netzstecker. In der ersten Spalte ist übrigens von <em>Microsofts „Counterstrike“</em> (sic!) die Rede. Setzen, Sechs! Die Recherche reicht also durchaus an das Niveau professioneller Boulevardmedien heran. Was war noch gleich ein <span style="text-decoration:line-through;">Browser</span> Flusspferd?</p>
<p>Auf Seite 8 wird gegen Wikipedia gewettert. Zum Glück gibt es Lehrer und Dozenten, die für Hausarbeiten auf richtige Literatur verweisen und Wiki eine knallharte Absage erteilen. Dass Wikipedia nicht überall das zuverlässige Maß der Dinge ist, das ist ein alter Hut.Seite 9 befasst sich mit den Abgründen von MySpace, wo wahrlich bedenkliche Gruppen vorgestellt werden. Wo kein Kläger, da kein Richter. Das kann man auch für Stimmungmache nutzen, anstatt solche Inhalte wenigstens mal den Betreibern zu melden. Hier zeigt sich, dass die LaRoucheianer trotz allem menschlich sind. Sie gaffen lieber und geilen sich regelrecht daran auf, anstatt den Rettungswagen passieren zu lassen.</p>
<p>Auf den Seiten 10 bis 12 werden diverse school shootings beleuchtet mit der üblichen Leier, dass sich mit &#8222;Killerspielen&#8220; wunderbar trainieren lässt. Wie oft ist gemahnt worden, dass derartige Spiele nicht für Kiddies gemacht sind? Wie oft wurde an die Verantwortung apelliert, die Ausgabe zu kontrollieren, so wie bei Alkohol und Tabak? Ganz abgesehen davon, ist sich ein gesunder Geist durchaus der <em>Verantwortung</em> bewusst, die er sich mit einer Feuerwaffe in seinen Händen auferlegt hat. Unzählige Pixelfiguren hatte ich bereits über den Jordan geschickt, als ich erstmals einen richtigen Revolver in der Hand hielt. Das war kein Spiel, das war bitterer Ernst. Hier durfte ich keinen Fehler machen, denn ein solcher hätte tödliche Folgen haben können. Wer es darauf anlegt, der würde vermutlich auch einen Backstein werfen. Die Rufe nach dem <em>Warum</em> erklingen immer wieder aufs neue. <em>Warum</em> kommt ein junger Mensch überhaupt auf die Idee? Unzählige Male wurde auf das mögliche Warum hingewiesen. Doch dieses Warum ist zu klebrig, als dass man es noch fix vor der Bundestagswahl beseitigen könnte. Also schwenkt man lieber auf zweckmäßigere Maßnahmen um, wobei der Zweck in möglichst öffentlichkeitswirksamen Blitzkampagnen liegt.</p>
<p>Auf Seite 13 (die letzte &#8211; JUHU!!) noch die übliche Forderung nach einem Verbot von allem, was irgendwie irgendwo böse sein könnte. Explizit werden hier Kinder und Jugendliche erwähnt. Habe ich schonmal angemerkt, dass Call of Duty usw. nicht für Vierzehnjährige gemacht sind? Dass sie auch nicht in Kinderhände gehören? Vorsichtshalber schreibe ich es nochmal. Es ist herrlich, mit welcher Selbstverständlichkeit die Verantwortung als <em>Erwachsener</em> hier beiseitegefegt wird. Das ist ein Krümel 68er Bullshit. <em>Die Anderen werden es schon richten</em>. Ich kann nur hoffen, dass diese Schnepfe selbst keine Kinder hat. Als Erziehungsberechtigte scheint sie (wie jeder ebenso denkende Mensch) mir völlig ungeeignet zu sein. Sie können ein Kind nicht weinen sehen, also wenden sie den Blick ab und machen den Fernseher lauter. Dieses Pack sollte sich in Grund und Boden schämen!</p>
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		<title>Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten</title>
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		<pubDate>Tue, 12 May 2009 16:12:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>unruheherd</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8222;Keiner will das Netz zensieren&#8220;, sagte Georg Ehrmann in einem Interview auf Readers Edition. Frau von der Leyen erklärte kürzlich einen beachtlichen Anteil der Internetnutzer praktisch zu Kriminellen (der Begriff verabscheuungswürdige Subjekte minderen Lebens träfe es in diesem Kontext wohl eher, da sie ausdrücklich Pädokriminelle nannte) . Herr Ehrmann geht noch ein Stück weiter und [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schwafelsaeure.wordpress.com&blog=3922644&post=101&subd=schwafelsaeure&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>&#8222;Keiner will das Netz zensieren&#8220;, sagte Georg Ehrmann in einem <a title="zum Interview" href="https://www.readers-edition.de/2009/02/12/keiner-will-das-netz-zensieren-georg-ehrmann-deutsche-kinderhilfe-zur-kinderpornografie-debatte" target="_blank">Interview auf Readers Edition</a>. Frau von der Leyen erklärte kürzlich einen beachtlichen Anteil der Internetnutzer praktisch <a title="Fraulein Goebbels goes crazy" href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30199/1.html" target="_blank">zu Kriminellen </a>(der Begriff <em>verabscheuungswürdige Subjekte minderen Lebens</em> träfe es in diesem Kontext wohl eher, da sie ausdrücklich Pädokriminelle nannte) . Herr Ehrmann geht noch ein Stück weiter und stellt indirekt jeden einzelnen Gegner der umstrittenen &#8222;Kipo-Sperre&#8220; in die zwielichtige Ecke, denn er greift zu einer altbekannten Phrase: Lobby. Lobbies kennen wir. Die finanzieren Antiraucherkampagnen und freuen sich über die viele Werbefläche für ihre Glimmstengel, oder sie schieben jegliche Verantwortung für Gewalttaten von sich und spielen unterm Verhandlungstisch mit ihren Revolvern und Satellitenwaffen. So stellen die Medien uns jene ominösen Lobbies jedenfalls vor.  Herr Ehrmann hat es nun jedoch auf eine gewisse &#8222;Internetlobby&#8220; abgesehen. Deren Machenschaften sehen laut Ehrmann ungefähr so aus:</p>
<blockquote><p><strong>RE: Warum sprechen Sie von einem Erfolg der Internet-Lobby bezüglich der Ablehnung der Pläne der Bundesfamilienministerin gegen Kinder”pornographie”? </strong></p>
<p><strong>Georg Ehrmann:</strong> Es muss als Lippenbekenntnis und bloße Imagepflege bezeichnet werden, wenn der Bundesverband der Informationswirtschaft “BITKOM” und der Verband der Deutschen Internetwirtschaft “eco” in Stellungnahmen Kinder”pornographie” als ein scheußliches Verbrechen bezeichnen, zugleich aber mit allen Mitteln den Vorstoß der Bundesfamilienministerin zur Sperrung derartiger Seiten torpedieren. Es wird zwar Zustimmung signalisiert, zugleich aber ein Gesetzgebungsverfahren gefordert. Ein solches kostet Zeit und ist in diesem Jahr nicht mehr zu realisieren.</p>
<p>Dieses Ausbremsen wird von den Lobbyisten der großen Provider und der Internetindustrie in Deutschland forciert: Zum einen wird mit kinder”pornographischen” Inhalten in Deutschland viel Geld verdient, zum andern ist die Sperrung derartiger Seiten mit einem erhöhten technischen Aufwand verbunden. Ein Aufwand, den eine verantwortungsbewusste Branche aber schon längst umgesetzt hätte. Es bedürfte keiner Gesetze, wenn die Internetindustrie geschlossen gegen die Krake der skrupellosen Pädokriminellen vorgehen würde.</p>
<p>Das ist Lobbyarbeit vom feinsten, die hier geleistet wird: Mit teuren Auftragsrechtsgutachten, gut präparierten Abgeordneten und der Nutzung der Medien erinnert das Vorgehen der Internet-Lobby gegen die Sperrung von Kinder”pornographie”-Seiten stark an das Vorgehen der Tabakindustrie in der Debatte um mehr Nichtraucherschutz.</p></blockquote>
<p>Allein dieser Auszug des Interviews übersteigt den Tagesbedarf  eines normalgewichtigen Erwachsenen an Brechmitteln um satte 63%.</p>
<p>Da wagen es diese Pädokassierer allen Ernstes, rechtsstaatliche Maßnahmen auf den üblichen parlamentarischen und juristischen Wegen zu verlangen. Ein Gesetzgebungsverfahren würde also zu lange dauern und in diesem Jahr nicht mehr viel bringen. In diesem Kontext sollte man sich ernsthaft fragen, was eine halbherzige Sperrung der bösen Websites bewirken könnte. Versehentlich stolpern nur die allerwenigsten Nutzer über Kinderpornographie. Diejenigen, die aktiv danach suchen, müssen halt eine oder zwei Minuten mehr Arbeit investieren. Das fragwürdige Material besteht weiterhin und im Idealfall spielen die deutschen &#8222;Kunden&#8220; keine Rolle mehr in der Statistik. Klasse! Mahler, Rennicke, Apfel &amp; co. könnten zukünftig betonen, dass Deutsche so grundanständig sind, dass sich kein autochthoner Bundesbürger Kinderpornos im Netz anschaut.  Ernsthaft: einen richtigen Nutzen kann man aus der Sperre nicht ziehen.</p>
<p>Des Weiteren unterstellt Ehrmann deutschen Providern eine Profitgier, die jegliche geschmackliche Grenze Lichtjahre hinter sich ließe. Als würde man sich heimlich darüber freuen, Kinderpornos zu hosten und damit Geld zu verdienen. Profit ist das Götzenbild der Wirtschaft, darüber muss man natürlich nicht groß diskutieren. Dieser Vorwurf allerdings hat eine Qualität, die ich fast schon als üble Nachrede , als Verleumdung verstehe.  Verantwortungslosigkeit reibt er der Branche unter die Nase. Eine Verantwortungsvolle Branche hätte die entsprechenden Inhalte schon vor hundert Jahren aus dem Netz genommen. Ich kenne die nötigen Prozesse nicht im Detail, aber da es hier vielleicht noch einen ganz ganz schmalen Grat ohne vollständige Überwachung gibt, passt das alte Sprichwort &#8222;wo kein Kläger, da kein Richter&#8220; ganz gut. Noch sieht das große Auge nicht alles, also braucht es noch Ohren und eine Nase. Sind die verstopft, wird es schwierig. Aber selbst wenn hier ganz dicke Versäumnisse vorliegen: die Ermittler ertrinken doch angeblich fast in Beweisen und so weiter. Warum sind so viele Seite noch online, obwohl sie auch im breiten Ausland relativ einfach gekillt werden könnten? Wieso lässt man die Server so häufig in Ruhe? Hofft man auf dicke Fische? Dass die nicht gänzlich aufs Internet angewiesen sind, dürfte spätestens der &#8222;gesprengte MMS-Ring&#8220; vor einiger Zeit verdeutlicht haben. Es gibt auch durchaus Leute, die die gelbe Post neu entdecken. Verantwortungsvolle Ermittler hätten den bösen Providern wohl deutlich helfen können, verantwortungsvoll zu hosten. Aber nein, in Ehrmanns Welt funktioniert das mit den Kinderschändern genau so wie mit der Pelzindustrie: wenn niemand mehr Pelze will, werden keine süßen Tierchen geschlachtet. Wenn niemand mehr Kinderpornos im Netz sehen kann, werden keine Kinder mehr missbraucht.  Bliebe nur noch zu klären, welchen &#8222;Marktanteil&#8220; jene Aufnahmen haben, mit denen sich irgendein kranker Papi oder Onkel unter Insidern profilieren will. Und wie viele Missbrauchsfälle überhaupt &#8222;verkauft&#8220; werden. Da liegt meines Erachtens ein dicker Hund begraben.</p>
<p>Auch, weil wir es nicht sehen (sollen) &#8211; es ist da. Das bringt einen weiteren Punkt, der für mich persönlich alle weitere Kritik an Ehrmanns Äußerungen überragt.<br />
Gerade in seiner Stellung als Vorsitzender der <a href="http://www.kinderhilfe.de/">Deutschen Kinderhilfe</a> sollte Georg Ehrmann <strong>gegen</strong> die Unkultur des Wegschauens vorgehen. Stattdessen aber befürwortet er sie, denn der verwehrte Zugriff auf fragwürdige Internetseiten ist im Grunde genommen nichts anderes als Wegschauen.</p>
<p>Wenn ein Auto in der prallen Sonne geparkt wurde und ein Baby darin sitzt, allein und jämmerlich schreiend, so kann man kurzerhand eine Scheibe zertrümmern und das Kind heraus holen. Oder man hängt Papiertüten vor die Scheiben, damit niemand das hilflose Kind sehen kann. Was würde Herr Ehrmann tun wollen? Was tut er wirklich?</p>
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		<title>Skandal! Die Bundeswehr ist eine deutsche Armee!</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Apr 2009 12:29:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>unruheherd</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Antimilitatismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Welt]]></category>

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		<description><![CDATA[
Bundeswehr-Lehrbuch verklärt die Wehrmacht
Der deutschen Bundeswehr droht ein Skandal um ihre Handbücher für Ausbilder. Laut dem ARD-Politikmagazin &#8222;Kontraste&#8220; wird darin das Gedankengut von Adolf Hitlers Wehrmacht lebendig gehalten. So werden zum Beispiel die Erlebnisse eines Panzervernichtungstrupps aus dem Jahr 1944 erzählt und so rechtes Gedankengut bedient.

Der passende Artikel auf WELT ONLINE
Nachdem  Einsatznah Ausbilden und Üben [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schwafelsaeure.wordpress.com&blog=3922644&post=95&subd=schwafelsaeure&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><blockquote>
<h2>Bundeswehr-Lehrbuch verklärt die Wehrmacht</h2>
<h3>Der deutschen Bundeswehr droht ein Skandal um ihre Handbücher für Ausbilder. Laut dem ARD-Politikmagazin &#8222;Kontraste&#8220; wird darin das Gedankengut von Adolf Hitlers Wehrmacht lebendig gehalten. So werden zum Beispiel die Erlebnisse eines Panzervernichtungstrupps aus dem Jahr 1944 erzählt und so rechtes Gedankengut bedient.</h3>
</blockquote>
<p>Der passende Artikel auf <a title="Welt" href="http://www.welt.de/politik/article3536452/Bundeswehr-Lehrbuch-verklaert-die-Wehrmacht.html" target="_blank">WELT ONLINE</a></p>
<p>Nachdem  <em>Einsatznah Ausbilden</em> und <em>Üben und schießen</em> seit zig Jahren zu den Standardwerken der Gefechtsausbildung in der Bundeswehr zählen, haben findige Fernsehjournalisten nun einen handfesten Skandal aufgedeckt. Die beiden Bücher sind nämlich gespickt mit Erfahrungen von Wehrmachtssoldaten. Einige, nun &#8222;prominente&#8220; Beispiele befassen sich u.a. damit, wie erfolgreiche Panzerabwehr aussehen kann. Die Theorie hinter dem bewaffneten Kampf soll mit solchen realen Beispielen anschaulich untermauert werden. Der große Knackpunkt soll jetzt die Tatsache sein, dass es sich um historische Beispiele <em>deutscher</em> Soldaten handelt.</p>
<p><span id="more-95"></span></p>
<blockquote><p>Ein Ausbilder sagte, solche Bücher seien &#8222;ein gefundenes Fressen für eine Klientel, die politisch äußerst rechts orientiert&#8220; ist.</p></blockquote>
<p>Dass sich &#8222;äußerst rechts orientierte&#8220; Leute wie hungrige Wölfe auf alte Landsergeschichten stürzen, dass die Wehrmacht Gräueltaten begangen hat, dass dieser Fakt  gerade den Hunger dieser Wölfe mit antreiben mag, sei an dieser Stelle ausdrücklich <strong>nicht</strong> bestritten.  Was ich hingegen überzeugt bezweifle: die erwähnten Bücher geben fachmännische Anleitungen zu Hinrichtungen und hilfreiche Tipps, wie man quängelnde Bauernfamilien ausräuchert. Diesen Eindruck könnte man bei der Lektüre von WELT und <a title="Spiegel Online" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,618528,00.html" target="_blank">Spiegel</a> nämlich gewinnen. <em>Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan: Lehrbücher im Stile der Wehrmacht? </em>lautet eine Bildunterschrift von Spiegel Online. Es wäre mal interessant zu wissen, in welchem Stil das Lehrmaterial der Wehrmacht gehalten war. Die <a title="Tigerfibel im Panzerlexikon" href="http://www.panzerlexikon.de/hinter/Tigerfibel/menu.htm">Tigerfibel</a> wird damit wohl nicht gemeint sein, denn die finde ich zumindest eher knuffig und man könnte sie höchstens als den Krieg verharmlosend bezeichnen. Disneys Cartoons aus den vierziger Jahren lassen grüßen.</p>
<p>Dem zitierten Ausbilder stimme ich insofern zu, als dass die Bücher ein gefundenes Fressen sind. Die deutsche Empörung ist ein wahrer Nimmersatt und schlingt dankbar jeden Mäuseschwanz hinunter. Nachdem die deutsche Beteiligung an ISAF dem Bundesbürger schmerzlich vor Augen führte, dass die Bundeswehr tatsächlich eine militärische Einrichtung mit echten Waffen und richtiger Lebensgefahr ist, folgt die Feststellung über eine gewisse Kontinuität der Kriegs-/Gefechtsführung. Ganz richtig, auch die Wehrmacht hat gegen Panzer, Flugzeuge und Soldaten gekämpft.</p>
<p>Erfreulicherweise gibt es jedoch viele WELT-Leser, die das Geschrei nicht verstehen können. In ihren Leserkommentaren sind sie offensichtlich in der Lage, militärische Dinge von ideologischem Gefasel zu trennen. Über ein paar Gegenbeispiele möchte ich mich nun freudig auslassen</p>
<blockquote><p><strong>Yvonne Walden</strong> sagt:<br />
In der Bundeswehr tummeln sich also immer noch Ewig-Gestrige, die noch nicht mitbekommen haben, daß aus Soldaten Demokraten wurden und keine willfährigen Opfer des Nazi-Terrors.<br />
Ob dieses antidemokratische, recht Gedankengut jemans ausgerottet werden wird ?<br />
Vermutlich nie, denn in der Bundeswehr beherrschen Seilschaften das Bild, die nur jene fördern (und befördern), die eine rechtsgerichtete Einstellung haben. Alle übrigen werden als &#8222;Schönwettersoldaten oder Leichtmatrosen&#8220; verspottet und mißachtet.<br />
Die politische Führung sollte also endlich mit eisernem Besen kehren und auch die Führungsstäbe, in denen sich rechtes Gedankengut eingenistet hat, auflösen und durch demokratisch-gesinntes Personal ersetzen.</p></blockquote>
<p>Aus Soldaten wurden Demokraten. Dann sollten Vollmantelgeschosse umbenannt werden. Wie wäre es mit <em>gehärtete Stimmzettel</em> ? Ich fände die Bezeichnung toll, wo sich doch so viele Menschen darüber echauffieren, dass vor allem die USA anderen Ländern ihre Demokratie aufzwingen wollen. Dennoch wäre diese Umbenennung Bullshit, genau wie der erste Satz dieser Dame. Auch unbequemes Gedankengut wird sich nicht ausrotten lassen. Die Gedanken sind frei und solange &#8222;man&#8220; diese Gedanken an ihrer unerwünschten Machtübernahme verhindern kann, ist für &#8222;einen&#8220; doch alles in Butter. Aber nein, Madame möchte etwas ausrrrrotten, aussssradiiieeeerrrrren! Ich sage es immer wieder gern: totalitär toll. Überhaupt scheint diese Leserin keinen Schimmer zu haben und ihre Vermutungen fröhlich aus Meth-Trips zusammenzureimen. Vor allem die Aussage über ominöse Gesinnungsseilschaften ist herber Schmarrn. Freilich stellt sie auch &#8222;rechts&#8220; mit Rechtsradikalismus/-extremismus auf eine Stufe. Mit einer Differentialsperre im Kopf lässt es sich eben schwer differenzieren.</p>
<blockquote><dl class="clear">
<dd> <strong>Heidrun Meding</strong> sagt:<br />
Wenn in der Bundeswehr mehr als 60 Jahre nach dem Nazi-Terror und dem Totalversagen der Wehrmachtsführung immer noch außerstande ist, sich in der Jetztzeit zu orientieren, sollte sie besser aufgelöst und stattdessen das Technische Hilfswerk zur Ersatzarmee ausstaffiert werden.<br />
Das Technische Hilfswerk dürfte die Gewähr dafür bieten, daß nicht erneut deutsche Mörderbanden die Welt überfallen, sondern wirksame Hilfe dort leistet, wo Soldaten tausendfach versagt haben.</dd>
</dl>
</blockquote>
<p>Wie jetzt? Wünscht man sich nicht die Bundeswehr als bewaffnetes THW? Jetzt auf einmal andersherum? Selbst wer Gefechte nur aus Call of Duty kennt, dürfte diesen schwachsinnigen Kommentar als solchen erkennen. Traurig, aber wahr: &#8222;Feindkräfte&#8220; werden noch immer in großem Maße nach Leibniz bekämpft.  Sturmgewehre sind im Grunde hochfrisierte Steinschleudern. Das Prinzip<em> Tarnen und täuschen</em> ist auch nicht von der Wehrmacht erfunden worden.</p>
<blockquote><p><strong>Berliner</strong> sagt:<br />
Die Wehrmacht war eine Verbrecherarmee, die die Pläne Hitlers umsetzte und millionenfach mordete. Jeder der in der Wehrmacht war, ist ein Verbrecher.</p></blockquote>
<p>Eigentlich ist sogar dieser Herr ein Mörder, weil er den deutschen KFOR-Einsatz (man denke an das Auto in Prizren) nicht verhindert hat. Eine unsachliche Gegenbemerkung zu einem unsachlichen Leserkommentar.</p>
<blockquote><p><strong>Berliner</strong> sagt:<br />
@Peter<br />
Deutscher Nationalismus, sogar Verehrung für die kriminelle Wehrmacht- das sollte es im heutigen Deutschland eigentlich nicht mehr geben! Vielleicht finden sie auch die Autobahnen des Führers oder seine Arbeitspolitik gut?</p>
<p>die Wehrmacht war das grösste Verbrechersyndikat aller Zeiten, Punkt!</p></blockquote>
<p>Die Kerner&#8217;sche Autobahn musste ja kommen.</p>
<blockquote><p><strong>j.w.</strong> sagt:<br />
Erschreckend, welches Gedankengut manche User hier offen legen.Manche haben es nach 60 Jahren noch nicht kapiert was uns diese Wehrmacht anrichtete.Aber wahrscheinlich haben die wenigsten gedient bzw.waren in der Wehrmacht. Ein &#8222;Skandal&#8220; iat nicht das Magazin &#8222;Kontraste&#8220;, sondern einige Kommentare,welche Farbe diejenigen tragen, kann man sich wohl denken.</p></blockquote>
<p>Was rund um dieses eine große Ding, irgend so ein Krieg glaub ich, geschehen ist, lernt jeder Mittelstüfler in Deutschland. Naja, zumindest hört es jeder Mittelstüfler irgendwann im Geschichtsunterricht, wenn er mal gerade aufpasst.</p>
<blockquote><p><strong>Dr.Caligari</strong> sagt:<br />
Der Beruf des Soldaten ist zu töten &#8211; oder zu sterben. Da kommt die braune, also menschenverachtende, Gesinnung voll zum tragen und so verwundert dieser &#8222;Ausrutscher&#8220; nicht im Geringsten!<br />
Selbst ein amerikanischer Präsident sieht das heute scheinbar so.</p></blockquote>
<p>Während die faschistischen Truppen für menschenverachtende Zwecke mordeten und starben, fuhren die edlen Rotarmisten im großen vaterländischen Krieg zum Wohle des Proletariats ins sozialistische Himmelreich.</p>
<blockquote><p><strong>Berliner</strong> sagt:<br />
@rambazamba<br />
&#8220;Man wurde eingezogen&#8220; Na klar, das entschuldigt doch alles. Damals war es halt üblich, Nazi zu sein, die Nachbarn zu überfallen, Juden zu vergasen, war alles völlig normal damals.</p>
<p>Echt, manche lernen halt nie was. Was versprecht ihr euch davon, die Wehrmachtsverbrecher zu verteidigen? Ihr macht Deutschland Schande, nennt euch aber Patrioten!<br />
Sollen die österreicher villeicht stolz auf Fritzl sein, weil der seine Inzestkinder so gut versteckt hat und so schlau war???<br />
in ein paar Jahren werden sie dann sagen: &#8220;Er war der beste Inzesttäter seiner Zeit&#8220;.</p></blockquote>
<p>Ja, ich hab diesen Typen gefressen. Ja, die Mitgliedschaft in der NSDAP war damals weit verbreitet. So wie die Zugehörigkeit zur KPdSU, SED und dergleichen. Rühmlich ist das alles nicht. Allerdings habe ich keinen einzigen Kommentar gelesen, in denen irgendjemand irgendwelche Kriegsverbrechen verteidigt hat. Ebensowenig erschließt sich mir der Sinn des Fritzl-Vergleichs. Rein militärisch betrachtet, genießt die Wehrmacht auch heute noch ein gewisses internationales Ansehen und davon kann man braunen Kult getrost ausklammern, ohne dieses Ansehen zu schmälern. Die Verbrechen unterm Stahlhelm sind davon auch schon ausgenommen, denn wer diese bewundert und eine hohe Stellung genießt, der sitzt wahrscheinlich im russischen Parlament oder sortiert Post für irgendeinen beliebigen Gewaltherrscher. Was davon zu halten ist, dürfte klar sein.</p>
<blockquote><p><strong>Yvonne Walden</strong> sagt:<br />
Die Wehrmacht diente einem Verbrecher, nämlich Adolf Hitler. Wehrmachtssoldaten begingen Verbrechen und können deshalb niemals Vorbildfunktion für eine demokratische deutsche Bundeswehr ausüben.<br />
Dies scheinen vor allem aktive oder ehemalige Soldaten der Bundeswehr, die bekanntlich auch noch im Geiste dieser dubiosen Wehrmacht ausgebildet worden sind, offenbar nicht begreifen.<br />
Scheinbar war der Intelligenzquotient bei den Armeeangehörigen niemals besonders hoch, was die Dinge vielleicht erklärt. Wer geht schon freiwillig zu einer Bundeswehr, die sich noch immer &#8222;gerne&#8220; an die &#8222;Verbrechen der Wehrmacht&#8220; erinnert?</p></blockquote>
<p>Demokratische deutsche Bundeswehr? Demokratisch wird es dort bei der Wahl von Vertrauenspersonen. Die Bundeswehr ist der freiheitlich demokratischen Grundordnung der BRD verpflichtet. Ein Panzerbataillon ist kein maßstabsgetreuer Nachbau irgendwelcher Walhkreise oder Parlamente. Im Gegensatz zu Wehrmacht oder Waffen-SS werden Bundeswehrsoldaten nicht auf Adolf Hitler vereidigt. Allein dies würde für mich einen besonderen &#8222;Geist der Wehrmacht&#8220; versinnbildlichen. Oder hat die Frau irgendwo ein &#8222;Brennende Dörfer&#8220;-Konzert des Heeresmusikkorps gesehen? Vielleicht sie ihre Gedankenkette so aus: Wehrmacht &#8211; Deutschland &#8211; Hitler &#8211; Deutschland -Bundeswehr &#8211; Armee &#8211; Wehrmacht &#8211; Hitler&#8230;Bundeswehrmacht.</p>
<blockquote><p><strong>Berliner</strong> sagt:<br />
Und übrigens, eure ach so tolle Wehrmacht hat den Krieg verloren. Was solls da noch zu lernen geben von diesen VERSAGERN? Wenn die Wehrmacht so super war, &#8220;die beste Armee ihrer Zeit&#8220;, warum hat sie dann verloren??</p>
<p>Wenn schon sollen sich die Soldaten an der US-, britischen und Sowjetischen Armee orientieren.</p></blockquote>
<p>Ich interpretiere:</p>
<p>ein Panzerabwehrsoldat der Wehrmacht verschanzt sich in einem Haus, feuert den Panzerschreck aus einem Fenster heraus ab und knackt einen feindlichen Panzer. Das mag für seinen Zug ein kleiner militärischer Erfolg sein, aber das ist eine Illusion. Immerhin hat das deutsche Reich den Krieg verloren und außerdem hat die Wehrmacht einen alliierten Panzer zerstört -&gt; böse.</p>
<p>ein sowjetischer Panzerabwehrsoldat verschanzt sich in einem Haus, feuert seine Panzerbüchse aus einem Fenster heraus ab und legt einen deutschen Panzer lahm. Das ist für seinen Zug ein kleiner militärischer Erfolg und außerdem handelte es sich schließlich um einen deutschen Panzer -&gt; jippie!</p>
<p>ein Soldat der Wehrmacht rastet aus und rennt völlig verängstigt in eine andere als die befohlene Richtung. Er erschwert somit das Vorgehen seiner Einheit und sein brennend-parteitreuer Vorgesetzter erschießt ihn. Das ist grausig und ganz sicher nicht vorbildlich.</p>
<p>ein Rotarmist rastet aus und rennt völlig verängstigt in eine andere als die befohlene Richtung. Er erschwert somit das Vorgehen seiner Einheit und sein brennend-parteitreuer Vorgesetzter erschießt ihn. Das ist zwar grausig, diente aber einem guten Zweck und ist somit vorbildlich.</p>
<p>Das unterstreicht die hemmungslose Doppelmoral gewisser Kreise nur zu deutlich. Abgesehen davon, dass die Umstände der jeweiligen Streitkräfte völlig außer Acht gelassen werden. Eine Armee ohne Nachschub und mit unausgereiftem Material kann auf Dauer nicht effektiv kämpfen. Noch dazu auf fremdem Terrain. Wollen wir mal französische und amerikanische Indochinaveteranen oder ehemalige sowjetische Soldaten fragen, die in Afghanistan waren?</p>
<blockquote><p><strong>Berliner</strong> sagt:<br />
Kann mir einer sagen was man von VERSAGERN und KRIMINELLEN lernen soll?<br />
die Wehrmacht war erstens eine Verbrecherbande und zweitens hat sie verloren.</p></blockquote>
<p>Er wollte es nur nochmal gesagt haben.</p>
<p>In ihrer Mehrheit stellen die Leserkommentare zum Artikel allerdings Verständnislosigkeit dar. Es fehlt am Verständnis für an den Haaren herbeigezogene NS-BW-Verstrickungen. Bedenken hinsichtlich diverser Kasernennamen kann ich eher nachvollziehen. Es ist in meinen Augen hochnotpeinlich, dass Journalisten ständig Seidenfäden so lange zusammenspinnen, bis sie ein dickes Tau in Händen halten. Alles nur der Publicity und der Auflage oder Quote wegen. Ich wiederhole mich: <em>Einsatznah ausbilden</em>, <em>Üben und schießen</em> und dergleichen dienen der Gefechtsausbildung und <strong>nicht</strong> der politischen Bildung. Veranstaltungen zu Letzterer sehen anders aus und sind manchmal selbst fast schon peinlich behutsam.</p>
<p>Zum &#8222;braunen Sumpf&#8220; in der Bundeswehr. Rechtsextremistische &#8222;Elemente&#8220; gibt es in der Bundeswehr, das ist nicht von der Hand zu weisen. <em>Habe ich es doch gewusst</em>, mag sich der geneigte Antifant jetzt denken. Doch damit ist die Sache nicht erledigt, denn in diesem Punkt verhält sich die Bundeswehr wie eine angepisste Katze. In meiner kurzen Dienstzeit habe ich mitbekommen, wie unangenehm ein versoffener Hitlergruß sein kann. Der Kamerad &#8222;durfte&#8220; sich dafür einen gehörigen Anschiss abholen und während der folgenden Wochen ein paar Sonderdienste ganz kameradschaftlich übernehmen und das war nur die Spitze des Eisberges.</p>
<p>Des Weiteren zeigt die Debatte einmal mehr: diejenigen, die keine Ahnung haben, reißen den Mund am weitesten auf. Wenn ehemalige oder aktive Soldaten aus dem Nähkästchen plaudern (Kommandoeinsatzgeschichten von Papierschubsern und dergleichen außen vor), dann hat das ungleich mehr Gewicht als irgendwelche Theorien von Verweigerern und anderen Ungedienten, die ihr Hörensagen wiedergeben.</p>
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		<title>Wut im Arsch, Waffe in der Hand.</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Mar 2009 16:54:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>unruheherd</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Viele Stimmen haben sich zu dem schrecklichen Ereignis von Winnenden zu Wort gemeldet und wie gewohnt wurde vielfach nach den üblichen Maßnahmen verlangt. Allen voran das Verbot von gewalttätigen Computerspielen und eine Verschärfung des Waffengesetzes. Immerhin war die Tat noch ganz &#8222;frisch&#8220;, als die Besitztümer von Tims Vater (eine Menge Schusswaffen) und der Inhalt von [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schwafelsaeure.wordpress.com&blog=3922644&post=93&subd=schwafelsaeure&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Viele Stimmen haben sich zu dem schrecklichen Ereignis von Winnenden zu Wort gemeldet und wie gewohnt wurde vielfach nach den üblichen Maßnahmen verlangt. Allen voran das Verbot von gewalttätigen Computerspielen und eine Verschärfung des Waffengesetzes. Immerhin war die Tat noch ganz &#8222;frisch&#8220;, als die Besitztümer von Tims Vater (eine Menge Schusswaffen) und der Inhalt von Tims Computer bekannt wurden. Einzig das Thema &#8222;böse Musik&#8220;, welches nach dem Amoklauf Robert Steinhäusers im Jahre 2002 mit von der Partie war, ist heute in den Medien nicht zu finden.</p>
<p>Mit der Waffenanlegenheit als Schwerpunkt folgt nun mein Senf dazu.</p>
<p><span id="more-93"></span>Die <a title="Winnender Zeitung" href="http://www.winnender-zeitung.de" target="_blank">Winnender Zeitung</a> hat einen <a title="offener Brief betroffener Eltern" href="http://www.winnender-zeitung.de/indexWI.php?kat=347&amp;artikel=82">offenen Brief</a> veröffentlicht. Die Eltern einiger Opfer haben ihn geschrieben und er vereint all die medienwirksamen Forderungen nach Einschränkungen und Verboten. Das sind Punkte, die auch ich teilweise für halbherzig bedacht halte, jedoch sehe ich hier ein großes <strong>Aber</strong>: die Verfasser des Briefes haben Familienmitglieder verloren und in der Einleitung erwähnen sie ihre momentanen Gefühle. Daher finde ich, dass man ihnen Halbherzigkeit und überhastete Forderungen nicht negativ vorhalten sollte. Diese Eltern sind direkt betroffenen und auch wenn ich mich glücklicherweise nie in deren Lage befunden habe, so kann ich sie zumindest ansatzweise verstehen.</p>
<p>An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich als Waffenbesitzer selbst keinen Anspruch auf völlige Objektivität hegen kann.</p>
<p>Ein Abschnitt des briefes lautet:</p>
<blockquote><p>
Schusswaffen und Sport</p>
<p>Wir wollen, dass der Zugang junger Menschen zu Waffen eingeschränkt wird. Die derzeitige gesetzliche Regelung ermöglicht die Ausbildung an einer großkalibrigen Pistole bereits ab dem 14. Lebensjahr. Bedenkt man, dass ein junger Mensch gerade in dieser Zeit durch die Pubertät mit sich selbst beschäftigt und häufig im Unreinen ist, so ist die Heraufsetzung der Altersgrenze auf 21 Jahre unerlässlich.</p>
<p>Grundsätzlich muss die Frage erlaubt sein, ob der Schießsport nicht gänzlich auf groß-kalibrige Waffen verzichten kann. Bis in die achtziger Jahre hinein genügten unseres Wissens nach den Sportschützen kleinkalibrige Waffen. Bis heute sind die olympischen Wettkämpfe auf Luftdruck- und Kleinkaliberwaffen beschränkt.</p>
<p>Sollte aus Gründen, die wir nicht kennen, der Verzicht auf großkalibrige Waffen nicht möglich sein, so muss die Schusskapazität verringert werden. Bei der Jagd sind die Magazine der automatischen Waffen auf maximal 2 Schuss begrenzt. Warum nicht auch beim Sport?</p>
<p>Der Gesetzgeber hat die Vergabe von Waffenbesitzkarten und die daraus entstehenden Verpflichtungen, wie z. B. die Aufbewahrung von Waffen und Munition, vollständig geregelt.<br />
Die zu erwartenden Strafen bei Verstoß gegen die entsprechenden Gesetze erfüllen aber nicht ihren Zweck. Eine Ordnungswidrigkeit wird eher wie ein Kavaliersdelikt betrachtet. Der Gesetzgeber muss Verstöße gegen das geltende Waffenrecht deutlicher und stärker ahnden.</p></blockquote>
<p>Zum ersten Absatz möchte ich sagen, dass die Kompetenz von Sport- und Jugendleitern und auch die der Eltern eine ganz gewichtige Rolle spielt. Immerhin bedarf es des schriftlichen Einverständnisses der Eltern, damit ein Nachwuschsschütze unter 16 Jahren mit &#8222;richtigen&#8220; Waffen umgehen darf. Grundsätzlich muss das Schießen auch mit Druckluftwaffen durch ausgebildetes Personal beaufsichtigt werden, egal wie alt der Schütze ist. Ich persönlich halte die Altersgrenze von 14 Jahren mit all ihren Auflagen auch für zu niedrig, sähe sie aber lieber bei 16 Jahren und nicht erst bei 21.</p>
<p>Zum Verzicht auf großkalibrige Sportgeräte kann ich mir eine kleine Klugscheisserei nicht verkneifen: die olympischen Sommerspiele beinhalten auch Wurfscheibendisziplinen und diese werden mit Flinten bis zum Kaliber 12 (entspricht einem Kaliber von etwa 18,5 mm) bestritten.  Geringere Magazinkapazitäten würden mit der Streichung vieler Disziplinen &#8211; es gibt immerhin nicht nur den Deutschen Schützenbund &#8211; einhergehen und wohl fast automatisch zu einem weitgehenden Verzicht auf Großkaliber führen. Ganz einfach deswegen, weil unzähligen GK-Schützen die Grundlage für ihren Sport weggenommen würden. Zum Sinn des Schießsports komme ich später nochmal.</p>
<p>Dem letzten Absatz stimme ich im großen und ganzen zu. Wahr ist auch, dass gesetzlich vorgeschriebene Kontrollen zu selten durchgeführt werden. Es fehlt an Personal und meiner Meinung nach sollte man bestehende Gesetze erstmal richtig anwenden, ehe man sie ändert. Es ist traurig, dass solche Sparmaßnahmen immer nur rund um Tragödien bemängelt werden &#8211; auch von Leuten, die derartige Maßnahmen ansonsten gepflegt ignorieren.</p>
<p>Eine weitere Stimme aus der Region ist Hermann Scheer, ein Bundestagsabgeordneter der SPD. In einem <a title="taz" href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/rezepte-gegen-amoklaeufer-gesucht/" target="_blank">taz-Artikel</a> heißt es:</p>
<blockquote><p>Die radikalste Konsequenz aus dem Amoklauf von Winnenden will Hermann Scheer ziehen. Der SPD-Bundestagsabgeordnete, in dessen Wahlkreis Waiblingen der Amoklauf am Mittwoch geschah, verlangt ein generelles Verbot von privatem Waffenbesitz. Dies sei &#8222;die einzige effektive Prävention gegen Amoktäter&#8220;, sagte Scheer am Donnerstag gegenüber der taz. Es gebe mehr als zwei Millionen Waffenbesitzer in Deutschland. Offenkundig seien die Amokläufe in Winnenden und in Erfurt durch die leichte Verfügbarkeit der Waffen begünstigt worden. &#8222;Der Täter in Winnenden wäre sonst ja vielleicht gar nicht auf die Idee gekommen&#8220;, sagte Scheer.<br />
Gewiss müsse es bei einem Waffenverbot Ausnahmen geben, etwa für Förster oder Jäger. Die Schützenvereine müssten dazu verpflichtet werden, &#8222;die Waffen in den Vereinen zu verwahren&#8220;. Das Verbot treffe &#8222;99,9 Prozent Leute, die verantwortlich mit den Waffen umgehen&#8220;, sagte der SPD-Politiker. Doch die Möglichkeit, so künftige Bluttaten zu verhindern, rechtfertige dies.</p></blockquote>
<p>Ebenso war er kürzlich bei Stern TV zu sehen. Dort äußerte er einen Weiteren Gedanken zur privaten Aufbewahrung von Waffen. Er sei früher im modernen Fünfkampf aktiv gewesen, wo Schießen eine Teildisziplin ist. Allerdings wären die Sportgeräte vom Veranstalter ausgegeben und nach dem Wettkampf gleich wieder eingepackt worden. Also müsse ein Sportschütze seine Waffe auch nicht zu Hause haben.</p>
<p>1. Im modernen Fünfkampf wird mit Luftpistolen geschossen.</p>
<p>2. Ich gehe davon aus, dass Herr Scheer Breitensportler war. Der Breitensport liefert nun nicht gerade Spitzenleistungen und daher reicht ausgeliehenes Equipment meistens völlig aus. So ist es auch beim Schießsport. Wenn jemand Schießabende hauptsächlich wegen der netten Skatrunde besucht, so wird er sich kaum ein eigenes Luftgewehr, geschweige denn eine Kleinkaliberbüchse oder einen Revolver kaufen. Schon allein der Beschaffungskosten wegen. Wenn man allerdings <em>Leistungen</em> erbringen will, so wird eine eigene Waffe unerlässlich. Diese kann man selbstredend im Schützenhaus lagern, sofern die Möglichkeit vorhanden ist.</p>
<p>Ein Beispiel aus der Praxis: ich bin Mitglied in zwei Schützenvereinen. Ich schieße Luftgewehr, Luftpistole und Kleinkalibergewehr. Alle meine Sportgeräte werden zu Hause aufbewahrt &#8211; warum? Meine Aktivität beschränkt sich nicht auf Vereinsmeisterschaften und Königsschießen, ich schieße auch Rundenwettkämpfe. Diese laufen nach dem gleichen Schema ab, wie man es beim Fußball oder Tischtennis sehen kann: man ist mal hier und mal ist man dort. Die Wettkampftermine decken sich selten mit den Schießabenden meines Stammvereins hier im Ort. Um an mein im Vereinshaus gelagertes Sportgerät zu kommen, müsste ich also meistens einen Sportleiter kontaktieren, der auch Zugang zu den Waffenschränken hat. Was ist nun, wenn diese Person nicht erreichbar ist? Dann habe ich eben Pech gehabt und kann meinen Sport nicht richtig ausüben. Wenn ein Verein mehrere Trainingstermine in der Woche hat, mag das einfacher sein. Bei uns ist es aber nur der Freitagabend. Ich bin jedoch wegen der Rundenwettkämpfe an Samstagen, Montagen oder Donnerstagen unterwegs. Wenn ich auf der Landesmeisterschaft gestartet bin, so schoss ich bisher immer vormittags an einem Werktag. Die meisten Leute sind dann auf der Arbeit, ich käme nicht an mein Gewehr heran und könnte nicht am Wettkampf teilnehmen. Deshalb bewahre ich meine Sportgeräte zu Hause auf, in einem Waffenschrank der Klasse A nach VDMA 24992. Kurz: ich halte mich an das Waffengesetz. Den Begriff <em>Sportgerät</em> benutze ich übrigens nicht zur Beschwichtigung &#8211; meine beiden Luftdruckwaffen und das Kleinkalibergewehr habe ich ausschließlich zu sportlichen Zwecken gekauft. Allesamt sind sie Einzellader und ehe ich mit meinem KK-Gewehr eine ernsthafte Gefahr darstellen könnte, würde man mir spätestens beim Nachladen für den zweiten Schuss die Fresse poliert haben. Aber selbst wenn sich ein Ruger Blackhawk in .44 Magnum in meinen Schrank kuscheln würde, so bliebe er ein <em>Sportgerät</em>.</p>
<p>Außerdem kam bei Stern TV der Punkt auf, dass &#8222;gut bestückte&#8220; Schützenhäuser ein lohnendes Ziel für Einbrecher darstellen. Das liegt daran, dass sehr viele Vereinsheime außerhalb von Ortschaften liegen. Allein in meinem Kreisverband betrifft dies 11 von 19 Vereinen. Die Schützenhäuser liegen entweder am äußersten Rand des Ortes oder mitten im Wald. Kennt man die Gewohnheiten eines Vereins gut genug, so hätten zwielichtige Gestalten mitunter <strong>tagelang</strong> Zeit für ihre Machenschaften. Herr Scheer konterte damit, dass es sich hierbei jedoch um eine völlig andere Tätergruppe handeln würde. Da hat er Recht. Aber sollen wir einer deutlich aktiveren Gruppe von Kriminellen das Geschäft erleichtern, um einen verschwindend kleinen Kreis von seinen Taten abzuhalten? Würden Amokläufe überhaupt wirklich verhindert? In ihrer Art und Weise vielleicht schon. Dann sprechen wir uns aber wieder, wenn der nächste durchgeknallte Schüler Rohrbomben in den Klassenräumen verteilt oder Brände legt. Wie kommt Herr Scheer überhaupt darauf, dass Tim ohne Vatis Hobby vielleicht gar nicht auf die Idee gekommen wäre? Wenn jemand einen anderen Menschen mit Hilfsmitteln umbringt, dann ist dieses Hilfsmittel lediglich das Werkzeug für eine bereits beschlossene Tat. Es wäre kaum weniger schrecklich gewesen, hätte Tim seinen Opfern mit einem schweren Hammer die Schädel zertrümmert. Ebenso verhält es sich aus meiner Sicht mit sog. &#8222;Familientragödien&#8220;, in denen Förster/Jäger/Schütze Papi seine Familie und schließlich sich selbst erschießt. Das ist erst kürzlich wieder geschehen. Auf der anderen Seite greift man bei solchen Fällen aber auch gern zu Messern, Hämmern, Äxten und so weiter, wie sich gezeigt hat. Dort waren keine Schusswaffen im Spiel und dennoch haben sich diese Vorfälle in ihrer ganzen Brutalität ereignet. Das erfährt man alles übrigens beim Abendbrot von Explosiv, Brisant und anderen Boulevardmagazinen. Man lese dazu noch einmal den offenen Brief, dort geht es auch um die Medien.</p>
<p><a href="http://www.gruene-partei.de/cms/default/dok/275/275046.kinderalltag_ohne_waffen.htm">Claudia Roth</a> erweitert das Verbotsportfolio immerhin um einen wichtigen Gedanken. Die Menschen müssten wieder mehr <em>miteinander</em> leben, sich kümmern und so weiter. Allerdings kommt auch Frau Roth nicht um volksbefriedigendes Geblubber herum:</p>
<blockquote><p>Die massive Präsenz von tödlichen Schusswaffen in Privatbesitz gefährde die Sicherheit in diesem Land. &#8222;Wenn sich 78% der Deutschen für ein Verbot von Waffen in Privathaushalten aussprechen und die deutsche Waffenindustrie sich gleichzeitig auf der größten Waffenmesse in Nürnberg feiert, dann passt das nicht zusammen&#8220;, so Roth. Es gebe keine sinnvolle Begründung für die Existenz eines gigantischen und flächendeckenden Arsenals von tödlichen Schusswaffen. &#8222;Je weniger scharfe Waffen in einem Land verbreitet sind, desto sicherer lebt man dort&#8220;, erklärte Claudia Roth.</p>
<p>Die Bundesvorsitzende der Grünen forderte daher eine umfassende Abrüstung und Entwaffnung bei den in Privatbesitz befindlichen Waffen, die Einführung eines zentralen Waffenregisters sowie Lösungsvorschläge zur zentralen Lagerung . &#8222;Kinder sollen mit Spielzeug, Büchern und Musik aufwachsen und nicht mit tödlichen Waffen als Teil ihres häuslichen Alltags&#8220;, so Roth. Es gehe um die Sicherheit von Kindern, Jugendlichen und Familien in Deutschland und nicht um das Buckeln vor einer mächtigen Waffenlobby.</p></blockquote>
<p>Da ist er wieder, dieser linke Stürmer-Stil. Mit <em>Abrüstung</em> und <em>flächendeckenden Arsenalen</em> beschwört sie offenbar eine kriegslüsterne Meute von bis an die Zähne bewaffneten Maniacs &#8211; namentlich als Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland bekannt &#8211; und weist vehement darauf hin, dass tödliche Schusswaffen tödliche Folgen für tödlich Verletzte Todesopfer haben können. Sie liegt richtig mit dem Gedanken, dass Kinder nicht zwischen <em>tödlichen flächendeckenden Arsenalen tödlicher Tötungswerkzeuge</em> aufwachsen sollten. Es gibt leider vieles, womit Kinder möglichst nicht aufwachsen sollen. Ausgeschlachtete Sexualstraftaten zum Beispiel (wie war das noch mit den Medien) oder der Playstation als große Schwester. Oder <a title="eine &quot;tolle&quot; Peta-Kampagne" href="http://mypetjawa.mu.nu/archives/peta.jpg">Mordanklagen an die eigenen Eltern</a>.  Wie viel davon in elterlicher Hand liegt, ist ein simples Gedankenspiel. Und wenn sich die Mehrheit der selbsternannten Umweltrettungspolitiker für Spritsparautos ausspricht und selbst zu Limousinen greift, über deren Schutzwirkung sich so mancher Soldat vor 70 Jahren gefreut hätte, dann passt das nicht zusammen. Dass die Zahlen von legal besessenen Waffen und Verbrechen mit Schusswaffen (ob legal oder nicht) nicht so pauschal verknüpft werden kann, darüber gibt es zig Berichte von Behörden. Claudia Roth ignoriert das und sonnt sich lieber im Schein ihrer hochnäsigen Anmaßungen. So kennt man sie.</p>
<p>Weniger prominent sind all die Verfechter eines Totschlagarguments. Sie fragen nach dem Sinn sportlichen Schießens und dem Grund, wie sowas überhaupt als Sport angesehen werden könne. <em>Sport</em> definiert man unterschiedlich. Für die Einen zählen körperliche Leistungen, für die Anderen der reglementierte Vergleich. Ganz gleich ob es sich um einen Athleten, einen Rennfahrer oder einen Schachspieler handelt &#8211; nach einem richtig langen Wettkampf sind sie allesamt erstmal so richtig schön erschöpft. Darin gleicht sich so ziemlich alles, was man als Sport bezeichnen möchte und beim Schießen ist es genau so. Die Motivation für Leistungssportler liegt an Höchstleistungen, die sich nur durch Perfektion erreichen lassen. Die Atmung muss perfekt passen, der Anlauf muss perfekt sein, die Wurftechnik muss perfekt sein, man muss perfekt Anbremsen und perfekt aus der Kurve heraus beschleunigen. Je weiter man zum Breitensport kommt, desto größer sind Faktoren wie Spaß oder schlichte Gesunderhaltung. Mir macht das Schießen Spaß. Ich habe ein sprichwörtliches Ziel vor Augen, dem meine gesamte Aufmerksamkeit gelten muss. Für andere Gedanken ist nicht viel, im Idealfall gar kein Platz. Das hat den angenehmen Nebeneffekt, dass ich auch große Verärgerung wie durch Zauberei vergesse. Ich reagiere mich <em>nicht</em> ab, sondern ich sortiere alles Schlechte aus. Hinterher kann ich mich wieder mit den Problemen befassen und komme zu dem Schluss, dass sie vielleicht gar nicht sooo schlimm sind und dass ich mich ihnen gelassen stellen kann. Vor allem durch die Wettkämpfe komme ich unter andere Leute, unterhalte mich, treffe Bekannte.</p>
<p><em>Aber kannst du das nicht auch mit anderen Sportarten haben? Warum ausgerechnet Schießen?</em></p>
<p>Jetzt greife ich ganz frech zu einer universellen Standardantwort: warum denn nicht? Es ist mir nicht verboten und ich gefährde niemanden damit. Ich kenne meine Verantwortung, ich kenne die Regeln und befolge sie.</p>
<p><em>Es gibt kein Grundrecht auf Waffenbesitz.</em></p>
<p>Stimmt. Es gibt auch kein Grundrecht auf besonders große oder leistungsstarke Autos. Aber es passieren täglich Unfälle und ständig stirbt jemand im Straßenverkehr, weil zu viele Fahrer verantwortungslos fahren oder sich einfach überschätzen.</p>
<p>Es gibt auch kein Grundrecht auf Wintersport. Wieso müssen in der Saison erstmal zig Skipisten mit Schneekanonen und Raupen präpariert werden, unter großem Energieaufwand, damit hinterher eine Meute von verantwortungslosen Pistenrambos kleine Kinder über den Haufen fahren kann? Fit halten kann man sich auch beim Joggen. Das ist billiger und schont die Umwelt. Was ist das denn für eine Natur, die man sich erstmal aufbauen muss? Wieso müssen sich so viele Leute auf irgendwelchen Hütten besaufen, um am nächsten Morgen mit bedenklich viel Restalkohol im Blut wieder über den Schnee zu rutschen? Was ist daran Sport? Was ist daran Kultur? Müssen Kliniken unbedingt gefüllt und die Krankenkassen belastet werden, weil jemand unbedingt schneller im Tal ankommen wollte und sich prompt die Gräten gebrochen hat?</p>
<p>Wieso werden Discobesucher nicht dahingehend kontrolliert, ob sie eine Fahrerlaubnis und Fahrzeugschlüssel dabei haben? Diesen Gästen könnte man kurzerhand den Alkoholausschank verwehren und schon gäbe es zumindest an Wochenenden weniger Verkehrsunfälle durch Alkoholeinfluss.</p>
<p>Wieso  behindern so viele Möchtegernrennradprofis den fließenden Verkehr, obwohl Radwege vorhanden sind? Wenn die Radwege für Rennräder nicht geeignet sind, warum suchen sich die Radfahrer denn nicht einfach geeignete Strecken?</p>
<p>Wozu braucht man <em>Nordic Skating</em> im Sommer? Wenn man diese überholen will, muss man ständig Angst haben deren Stöcke (Skistöcke&#8230; im Sommer!) in die Fresse zu kriegen. Können die nicht auch normal skaten?</p>
<p>Warum heulen die Leute rum, wenn Surfer oder Schwimmer von Haien, Quallen oder sonstwas verletzt werden oder ertrinken? Dass genannte Tiere im Meer leben ist doch bekannt. Hätten die nicht auf einem See surfen können?</p>
<p>Die Polemik musste sein. Das ließe sich noch viel weiter führen und letztendlich ist die persönliche Freiheit das letzte Quäntchen zur Antwort all dieser Fragen. Ich bin der festen Überzeugung, dass man diejenigen, die so gerne mit &#8222;<em>es kann nicht sein, dass persönliche Freiheiten über die Sicherheit anderer Leute gehen</em>&#8220; argumentieren, mit ihrer eigenen &#8222;Waffe&#8220; bei den Klöten packen könnte. Freiheiten lassen sich immer leicht beschneiden, sofern es nicht die eigenen sind.</p>
<p>Ein wichtigeres <em>warum</em> ist für mich: warum haben all die Amokläufer einen solchen Hass auf ihre Mitmenschen entwickelt? Warum haben sie sich dermaßen wertlos gefühlt, wo unsere Gesellschaft doch vor Selbstentfaltungsmöglichkeiten strotzt? Lag es daran, dass sie eben nicht so funktioniert haben, wie es erwartet wurde? Wieso muss man überhaupt <em>funktionieren</em>? Viele Menschen werfen diese Fragen auf, doch bleiben sie offenbar weitgehend ungehört. Verändert hat sich außer neuer Gesetze nichts und deswegen folgten die Taten von Emsdetten und Winnenden. Wahrscheinlich wird sich das auch noch wiederholen. Immer wieder heißt es &#8222;<em>der war halt irgendwie komisch. Hat andere Sachen gemacht und so.</em>&#8220; Warum hat niemand reagiert, wo die Leute doch so anders und komisch waren? Hat man sie ganz klammheimlich irgendwo verachtet deswegen? Der Amokläufer von Emsdetten hatte seine Todesliste. Einer der Kandidaten wurde im Fernsehen befragt. Er wüsste nicht, warum sein Name darauf stand. Wusste er es wirklich nicht, oder wollte er es nicht wissen? Vielleicht war der Grund für den Kandidaten so banal wie Dieter Bohlens Kommentare bei DSDS. Für den Täter war es offenbar nicht so normal. Jedenfalls wird er sich bei der Liste schon was gedacht haben.</p>
<p>Zum Schluss noch die <a title="emma" href="http://www.emma.de/der_amoklauf_von_winnenden_2009_03_13.html" target="_blank">schwarze Alice</a> zum Thema:</p>
<blockquote><p>&#8230;Tim K. befand sich seit seiner Musterung in psychiatrischer Behandlung, er hatte die Therapie jedoch nach fünf Sitzungen abgebrochen. Der 17-Jährige soll &#8222;Depressionen&#8220; gehabt haben. Wir alle kennen depressive Frauen. Morden sie? Nein, höchstens sich selbst&#8230;</p></blockquote>
<p>Stimmt &#8211; höchstens sich selbst&#8230;..und ihre Kinder, weil sich ja niemand mehr um sie kümmern könnte. Der Artikel beinhaltet einige gute Aspekte, aber warum muss solcher unwahrer Bullshit mit rein? Mag sein, dass Kinder mordende Deprimuttis Einzelfälle sind. Nach Hermann Scheers Ansicht müsste es aber richtig sein, 99,9% aller &#8222;guten&#8220; Mütter zu bestrafen, nur um solche Einzelfälle zu verhindern. Irgendwie.</p>
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		<title>Die Natur ist politisch unkorrekt, sagt die EU.</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Mar 2009 15:12:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>unruheherd</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Emanzipation]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenrechte]]></category>
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		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>

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		<description><![CDATA[EU bans use of &#8216;Miss&#8217; and &#8216;Mrs&#8217; (and sportsmen and statesmen) because it claims they are sexist
Using &#8216;Miss&#8217; and &#8216;Mrs&#8217; has been banned by leaders of the European Union because they are not considered politically correct.
Brussels bureaucrats have decided the words are sexist and issued new guidelines in its bid to create &#8216;gender-neutral&#8217; language.
The booklet [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schwafelsaeure.wordpress.com&blog=3922644&post=86&subd=schwafelsaeure&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><a title="Daily Mail" href="http://www.dailymail.co.uk/news/worldnews/article-1162384/EU-bans-use-Miss-Mrs-sportsmen-statesmen-claims-sexist.html" target="_self">EU bans use of &#8216;Miss&#8217; and &#8216;Mrs&#8217; (and sportsmen and statesmen) because it claims they are sexist</a></p>
<blockquote><p>Using &#8216;Miss&#8217; and &#8216;Mrs&#8217; has been banned by leaders of the European Union because they are not considered politically correct.</p>
<p>Brussels bureaucrats have decided the words are sexist and issued new guidelines in its bid to create &#8216;gender-neutral&#8217; language.</p>
<p>The booklet warns European politicians they must avoid referring to a woman&#8217;s marital status.</p>
<p>This also means Madame and Mademoiselle, Frau and Fraulein and Senora and Senorita are banned.</p>
<div class="thinCenter">
<p class="imageCaption">&#8216;Political correctness gone mad&#8217;: The European Parliament has banned MEPs from using &#8216;Miss&#8217; and &#8216;Mrs&#8217; because it claims they are sexist</p>
</div>
<p>Instead of using the standard titles, it is asking MEPs to address women by their names.</p>
<p>And the rules have not stopped there &#8211; they also ban MEPs saying sportsmen and statesmen, advising athletes and political leaders should be used instead.</p>
<p>Man-made is also taboo &#8211; it should be artificial or synthetic, firemen is disallowed and air hostesses should be called flight attendants.</p>
<p>Headmasters and headmistresses must be heads or head teachers, laymen becomes layperson, and manageress or mayoress should be manager or mayor.</p>
<p>Police officers must be used instead of policeman and policewoman unless the officer&#8217;s sex is relevant.</p>
<p>The only problem words that do not fit into the guidelines are waiter and waitress, which means MEPs are at least spared one worry when ordering a coffee.</p></blockquote>
<blockquote><p>They have reacted with incredulity to the booklet, which has been sent out by the Secretary General of the European Parliament.</p></blockquote>
<p>So lautet ein Teil des verlinkten Artikels. Ein weiteres Beispiel für den Kurs der EU auf ihrem Weg zu einer charakterlosen Funktionsgesellschaft. So krass hat es das nichtmal hinter dem eisernen Vorhang gegeben, kannte man dort immerhin noch die Anredeformen<em> Genosse</em> und <em>Genossin</em>. Ich fühle mich an das Spiel <a title="Wiki" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Floyd:_Es_gibt_noch_Helden">Floyd: Es gibt noch Helden</a> erinnert, wo sich die Charaktäre schlicht mit <em>Bürger</em> ansprechen.</p>
<p><span id="more-86"></span>Die Natur hat uns Menschen und Millionen andere Lebewesen (ich sage bewusst nicht <strong>alle</strong>) in zwei Ausführungen, oder zumindest &#8222;universell bestückt&#8220; aufs Leben losgelassen. Die Ausführungen nennen wir allgemeinhin <em>männlich</em> und <em>weiblich</em>. Beide bedingen einander zur Fortpflanzung, weisen mehr oder minder große Unterschiede in ihrer Anatomie auf und ticken sogar innerlich durchaus unterschiedlich. Besonders der Mensch hat sich jener Unterschiede angenommen und entsprechende Umgangsformen entwickelt. Dies ist aus heutiger Sicht oft schlecht gelaufen undnoch immer gibt es eine Menge zu tun.</p>
<p>In vielen Parkhäusern gibt es sog. Frauenparkplätze. Sie sind nahe an Zufahrten gelegen, besonders gut einzusehen und überwacht. Diese Konsequenz wurde gezogen, um Frauen eine gewisse Sicherheit zu bieten, wo sie doch gerade ihrer Weiblichkeit wegen &#8222;beliebte&#8220; Opfer für allerhand Übeltäter sind. Männer werden an solchen Orten (wenn überhaupt) deutlich seltener angegrapscht oder vergewaltigt und im Zweifelsfall kann MANN dem Angreifer leichter die Fresse polieren. Besonders schwächliche Herren oder wehrhafte Damen mal vernachlässigt. Wenn diese Frauenparkplätze wirken, dann finden wir das gut so. Männer und Frauen werden in Parkhäusern ungleich behandelt. Radikal ausgedrückt, handelt es sich hierbei vielleicht um positive Diskriminierung.</p>
<p>Männer und Frauen haben üblicherweise unterschiedlich geformte Füße, denen Schuhhersteller Rechnung tragen. Beinahe jedes Schuhmodell gibt es speziell für Frauen und Männer. Das ist gut so, denn Schuhe sollen ihre Träger den Ansprüchen gemäß unterstützen. Von modischen Erscheinungen abgesehen, gibt es auch besondere Kleidung für Frauen und Männer. Dies kann man auf vielen Gebieten sehen, wo sehr spezielle Kleidungsstücke nötig sind. Auch hier werden anatomische Besonderheiten berücksichtigt und guess what &#8211; das finden wir richtig so.</p>
<p>Knigge &amp; co. zeigen auch Manieren auf, die sich nach dem Geschlecht des Gegenübers richten. <em>Gentlemen</em> halten einer Frau die Türe auf oder rücken Stühle herum. Sie gehen vor einer Frau die Treppe hinab, aber hinter einer Frau die Treppe hoch, weil Frau ja stolpern könnte und ein <em>Gentleman</em> das Schlimmste verhindern soll. Wenn eine Frau im Zug mit schwerem Gepäck kämpft, so bietet der <em>Gentleman</em> eine oder zwei hilfreiche Hände an. Höchstens kleine/sehr junge oder ältere Menschen können diese Hilfe auch als männliche Wesen erwarten. Ein Mittdreißiger darf sein Gepäck allein umherwuchten.</p>
<p>Diese Umgangsformen machen sich zunehmend rar, denn seit einigen Jahrzehnten gibt es eine Gruppe von Frauen, die Türen lieber selbst öffnet und sich äußerst ungern zum Essen einladen lässt. Das ist erstmal auch okay so, denn weshalb sollte eine Frau ihre Kartons nicht selbst schleppen dürfen, wenn sie möchte? Ich sehe jedenfalls keinen Grund, der dagegen spricht. Offenbar musste Frau dafür kämpfen, ihre Kartons selbst zu tragen. Emanzipation der Frau und so. Diese &#8222;Emanzen&#8220; wollten Metallbauerinnen und Firmenchefinnen sehen und nicht bloß in Kindergärten, zu Hause oder auf dem Beifahrersitz hocken. So etablierten sich im Laufe der Jahrzehnte Frauen, welche Männerdomänen eroberten und Autos zerlegten. Oder viel Geld scheffelten.</p>
<p>Allerdings bleiben bis heute die Probleme, dass diese Männerdomänen immernoch solche sind und dass Frauen bei gleicher Leistung schlechter bezahlt werden, als männliche Kollegen. Das will Frau nicht auf sich sitzen lassen und ja, das ist gut so. Hier macht Frau weiterhin Fortschritte, seit einigen Jahren können Frauen in Deutschland beispielsweise Militärjets fliegen oder so richtig zur Kampfsau werden. Natürlich versucht man auch hier ein Stück weit auf weibliche &#8222;Besonderheiten&#8220; einzugehen. So müssen Frauen bei Sporttests für eine bestimme Wertung z.B. nicht so viele Liegestütz erbringen, wie es bei Männern der Fall ist. Das beschränkt sich nicht nur auf Polizei oder Bundeswehr, denn schon seit dem Urknall gibt es u.a. beim Deutschen Sportabzeichen unterschiedliche Bewertungstabellen für Männer und Frauen. Was solls &#8211; solange Frau im Dienst die nötige Leistung erbringt, soll es für mich okay sein. Schwerwiegender ist für mich der derzeitige Umgang mit &#8222;Männerdomänen&#8220;. Um diese für den weiblichen Teil der Gesellschaft zu erschließen, gibt es zum Beispiel den <em>Girl&#8217;s Day</em>. Da dürfen sich Schülerinnen einen Tag frei nehmen und Berufe kennen lernen, die überwiegend von Männern ausgeübt werden. Kevin und Ahmed lernen derweil weiter Mathe und pflücken Effi Briest auseinander. Der <em>Girl&#8217;s Day</em> mag in manchem Mädchen das Interesse für schweres Handwerk oder dicke Karriere erwecken, aber irgendwie könnte die Invasion der Frau doch eine ganze Ecke flüssiger verlaufen. Dagegen versucht man mit Quoten anzugehen. Hier und dort haben x Positionen mit Frauen besetzt zu werden. Man suche sich zehn beliebige Stellenausschreibungen heraus und zähle dann, wie häufig Frauen bei gleicher Eignung bevorzugt werden. Hier klatschen Hardcoreemanzen freudig in die Hände, haben sie das verhasste Patriarchat wenigstens hier schonmal fest bei den Klöten gepackt. Dies ist eine negative Ungleichbehandlung, die auch noch von ganz oben begrüßt wird &#8211; eine bundesdeutsche Schweinerei.</p>
<p>Von der Benachteiligung männlicher Streitparteien bspw. in den eigenen vier Wänden will ich gar nicht groß reden. Denn gerade hier freut Frau (im Sinne von Alice Schwarzer) sich doch sehr über die Unterschiede zwischen Mann und Frau. Mann ist böse und gemein, Frau ist das Opfer. Permanent. Und wenn eine <em>Täterin</em> in Betracht käme, so ist sie trotzdem ein Opfer des bösen, gemeinen Mannes. Ein wehrhaftes Opfer eben.</p>
<p>Da haben wir also all die offiziell anerkannten und gepflegten Unterschiede, doch dürfen wir diese immer weniger aussprechen. Das ist nämlich ganz offiziell sexistisch und gehört verboten. Oder auch nicht. Also, <em>es kommt darauf an</em>. <a title="wiki" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gender_Mainstreaming">Gender Mainstreaming</a> ist das Zauberwort. Es gibt definitiv Unterschiede zwischen Mann und Frau, aber irgendwie und irgendwo sind sie manchmal egal oder total wichtig. Das hat sich auch die EU zum Ziel gemacht. So soll die Stadtplanung künftig Rücksicht sowohl auf männliche, als auch weibliche Bedürfnisse nehmen. Dazu steckt man viel Geld in Studien, durch welche jene Bedürfnisse auszuloten sind.</p>
<p>Dann sind da aber noch diese Leute, die das natürliche Geschlecht am liebsten abschaffen und durch ein <em>soziales</em> oder <em>gesellschaftliches</em> Geschlecht &#8211; Gender &#8211; ersetzen wollen. Sie gehen davon aus, dass männliche und weibliche Dinge letztendlich nur erlernt sind und sich beliebig austauschen lassen. Wenn man denn will oder nur heftig genug dazu gezwungen wird. <a title="wiki" href="http://de.wikipedia.org/wiki/David_Reimer">Der Fall von Bruce/Brenda/David Reimer</a> ist ein heftiges Beispiel für diese Ideologie. Heute geht man nicht ganz so brutal vor. Nein, heute will man Kindern (das fängt manchmal im Kindergarten schon an) die Eigenheiten des anderen Geschlechts &#8222;eröffnen&#8220;. <em><a title="Fund and Care" href="http://www.fun-and-care.at/paedagogik.php?Titel=Geschlechtssensible+P%E4dagogik">Geschlechtssensible Pädagogik</a> </em>nennt man das etwa. Mädchen und Jungen sollen gezielt dazu ermutigt werden, auch mal das <em>Andere</em> auszuprobieren und so das <em>Richtige</em> für sich entdecken. Es wundert mich, wenn explizite Konzepte dafür nötig wären. Kinder spielen sowieso von sich aus womit sie wollen. Kinder bedürfen unbestreitbar gewisser Anreize und Schutzmaßnahmen, aber blöd sind Kinder keineswegs. Ein Kind weiß selbst am besten, wann es Hungrig ist oder Betüddelt werden will. Man darf auch nicht vergessen &#8211; oder gar verneinen &#8211; dass sich Kinder selbst orientieren müssen. Das kann behutsam gelenkt, aber nicht forciert werden. Druck führt nur zu Verunsicherung und im schlimmsten Fall zu David Reimer.</p>
<p>An diesem Punkt kennen wir nun die Unterschiede, nehmen explizit Frauen und Männer als solche wahr. Jetzt sollen wir Männer aber auch als potentielle Frauen und Frauen als mögliche Männer wahrnehmen. Oder nein, das sollen wir nicht. Es soll ja nur noch <em>Menschen</em> geben. Einheitsmenschen, deren Individualitäten zwar präsent aber scheißegal sind. Letztlich sollen wir nämlich Männer und Frauen nicht mehr wahrnehmen, wünscht sich die EU-Clique.</p>
<p>Für mich stellt sich das wie ein überstaatlich verordneter Identitätsraub dar. Sollte genau das weitergeführt werden, so bleibt mir nur noch zu sagen:<br />
<strong>EU</strong>ropa verrecke!</p>
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		<title>School&#8217;s out today!</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 22:05:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>unruheherd</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hoch ging&#8217;s her, am Tag der Schülerstreiks. Gegen überfüllte Klassenräume, Fließbandunterricht und auch gegen Studiengebühren demonstrierten vielerorts zigtausende Schüler und Studenten. So auch in Hannover, welches sich mit Berlin und Dresden die Schlagzeilen teilt.
Gestern bekam ich von einem Komillitonen noch eine &#8222;Einladung&#8220; zur hiesigen Demo. Ich sagte, dass ich es mir überlegen würde. Zum Teil [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schwafelsaeure.wordpress.com&blog=3922644&post=78&subd=schwafelsaeure&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Hoch ging&#8217;s her, am Tag der Schülerstreiks. Gegen überfüllte Klassenräume, Fließbandunterricht und auch gegen Studiengebühren demonstrierten vielerorts zigtausende Schüler und Studenten. So auch in Hannover, welches sich mit <a title="Artikel auf Spiegel Online" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,590095,00.html" target="_blank">Berlin und Dresden</a> die Schlagzeilen teilt.</p>
<p>Gestern bekam ich von einem Komillitonen noch eine &#8222;Einladung&#8220; zur hiesigen Demo. Ich sagte, dass ich es mir überlegen würde. Zum Teil war dies geflunkert, denn meine Überlegung war halbherzig und nach einem Sekundenbruchteil verwarf ich den Teilnahmegedanken. Einmal war ich auf einer Demo. Das war 2003, nur wenige Stunden nach dem US-Truppen mal wieder bei Saddam Hussein an die Tür geklopft hatten. Krieg ist immerhin gar nicht so toll (obwohl manchmal unglücklicherweise &#8222;nötig&#8220;, wie ich heute finde) und außerdem konnten dafür einige Stunden Unterricht geschwänzt werden. So machte sich ein Grüppchen von etwa 20 Mitschülern auf den Weg zum Opernplatz. Das ist in Hannover eine DER Locations für Demos und Kundgebungen schlechthin. Nun wollten wir also zeigen, dass wir den Krieg ablehnten. Kurz nachdem wir von der Ubahn-Station an die Erdoberfläche gelangten, wurde mir auch schon ein Schild in die Hand gedrückt. Es stammte von dieser schrecklichen Organisation namens &#8222;<a title="wiki über linksruck" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Linksruck" target="_blank">Linksruck</a>&#8222;, welche seit 2007 übrigens unter diesem Namen nicht mehr existiert. &#8222;Kein Blut für Öl&#8220;, stand darauf geschrieben.  Ich reichte das Schild weiter. Ich war zwar erst 17 und fand den amerikanischen Irakbesuch &#8222;halt blöd&#8220;, aber für Linksruck und Konsorten hatte ich damals schon nichts übrig. Am Opernplatz begann dann das große Warten. Lange Zeit geschah gar nichts, bis plötzlich ein Lautsprecherwagen anrollte. Er war mit einer schwarz-roten Flagge gespickt und beschallte uns mit Ska-Musik. Zwischen den Demonstranten wuselten Leute mit Flugblättern umher. Die Sache wurde mir suspekt. MLPD, DKP, Antifa und wieder Linksruck. Die geballte Präsenz linkstotalitären Abschaums war vertreten. Schließlich verstummte die Musik (leider) und die Lautsprecher gaben menschliche Geräusche von sich, eine Rede begann. Zu meiner Verwunderung war jedoch kaum ein Wort über den Krieg zu hören. Dafür aber wurde moniert, dass rechtsextremes Pack &#8222;linke&#8220; Demos wie diese hier immer häufiger besuchen würde, um hinter einer pazifistischen und antiimperialistischen Fassade seine braune Propaganda vom Stapel zu lassen. Auch der zweite Sprecher befasste sich ausschließlich mit dieser Thematik. Dabei waren zumindest in meinem Sichtfeld keine &#8222;verdächtigen&#8220; Gestalten &#8211; jedenfalls keine aus dem rechtsradikalen Spektrum &#8211; zu sehen. Die Veranstaltung war für mich gelaufen. Es war meine erste und bis heute letzte Demo. Es ist zum Kotzen, wie genannte Organisationen scheinbar jeden beliebigen Anlass nutzen, um ihre eigene Propaganda zu versprühen und möglichst viele Menschen zu radikalisieren.</p>
<p>So geschah dies offenbar auch heute, denn in Hannover und Dresden wollten &#8222;autonome Gruppen&#8220; die jeweiligen Landtage von innen sehen. So betraten Schüler die Bannmeile um den niedersächsischen Landtag und kurz darauf flogen Steine. Einer davon traf ein Fenster. Dass die anwesenden Polizeikräfte in dieser Situation nicht &#8222;alle meine Entchen&#8220; singen und rosa Herzen verteilen wollte, liegt meiner Meinung nach auf der Hand. Ja, es ging teilweise ruppig zu. Patrick Ziemke, Niedersachsens Landesschülersprecher, bedauerte die Geschehnisse und verurteilte zugleich die &#8222;linksextremen&#8220; (seine Wortwahl) Unruhestifter, welche die Demonstration für ihr Bedürfnis nach Krawall missbraucht hätten. Derweil hat sich mal wieder ein solcher Schmierfink <a title="indymedia" href="http://de.indymedia.org/2008/11/232409.shtml?c=on#comments2" target="_blank">auf indymedia verewigt</a>. Thema des &#8222;Artikels&#8220; ist natürlich nur der Fakt, dass die Polizei gegen jene Schüler vorgegangen ist. Freilich ist es alles andere als toll, wenn &#8222;Kinder&#8220; die Staatsgewalt zu spüren bekommen. Ich denke jedoch nicht, dass es sich bei den Anführern um Fünftklässler handelte. Schüler sind hierzulande mitunter bis zu zwanzig Jahre alt und mit 17 zählt man bekanntlich noch zu den Minderjährigen. Mit vollendetem 14. Lebensjahr ist man hierzulande Strafmündig und spätestens dann sollte man wenigstens damit anfangen, über mögliche Konsequenzen nachzudenken. Desweiteren ist in den Kommentaren zum verlinkten Artikel zu lesen, dass der obligatorische schwarze Block auf der Demo anwesend war und dass in stolzer Tradition linksradikale Propaganda auf die lieben Kleinen wartete. Das ist schlicht ekelhaft.</p>
<p>Überhaupt:</p>
<blockquote><p>Die Demoleitung versuchte die SchülerInnen zurück zum Opernplatz zu lotsen. Dort angekommen wurden hunderte SchülerInnen zwei Stunden lang eingekesselt, darunter SechstklässlerInnen!</p>
</blockquote>
<p>Was haben Kinder in dem Alter auf einer solchen Demonstration verloren? Falls deren Eltern oder Lehrer die Kiddies bewusst haben teilnehmen lassen, dann ist dies meines Erachtens überaus verantwortungslos. Genau so gut könnte man den Kleinen Pornofilme und Zigartetten anbieten. Eine Demonstration auf dem eigenen Schulgelände hätte es zumindest für diese Altersgruppe auch getan.</p>
<p>So haben die Rotfaschisten einen weiteren Leckerbissen für ihr Propagandamonster gefunden. Kinder machen sich immer gut, ob lächelnd auf Werbeplakaten oder eben eingeschüchtert vom bösen Staatsdrachen. Großes Kino! Dabei war die Motivation für den &#8222;Schulstreik&#8220; eine gute.</p>
<p><em>Und sie werden nicht mehr frei, ihr ganzes Leben lang! &#8211; </em>Oh wie mich dieses Gesocks anwidert! Deutschland ist einfach total<em>itär</em> toll.</p>
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		<title>Kinderschänder sind Raser!</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Sep 2008 22:23:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>unruheherd</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrverbot]]></category>
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		<category><![CDATA[Rechtssprechung]]></category>
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		<description><![CDATA[Weshalb man sie mit Fahrverboten bestrafen sollte, damit sie in Zukunft keine kleinen Kinder mehr in ihre Autos zerren können.
Das ist überspitzt formuliert, aber meiner Ansicht nach spiegelt es die Denke unserer ehrenwerten ReichsBundesjustizministerin wieder. Frau Zypries möchte wissen, ob der Entzug der Fahrerlaubnis auch bei Delikten jenseits des Straßenverkehrs eine gute Sanktion wäre. Immerhin [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schwafelsaeure.wordpress.com&blog=3922644&post=71&subd=schwafelsaeure&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Weshalb man sie mit Fahrverboten bestrafen sollte, damit sie in Zukunft keine kleinen Kinder mehr in ihre Autos zerren können.</p>
<p>Das ist überspitzt formuliert, aber meiner Ansicht nach spiegelt es die Denke unserer ehrenwerten <span style="text-decoration:line-through;">Reichs</span>Bundesjustizministerin wieder. Frau Zypries möchte wissen, ob der Entzug der Fahrerlaubnis auch bei <a title="RP Online" href="http://www.rp-online.de/public/article/auto/verkehr/619006/Zypries-prueft-Fahrverbot-fuer-Steuersuender.html" target="_blank">Delikten jenseits des Straßenverkehrs</a> eine gute Sanktion wäre. Immerhin hängen Deutsche bekanntlich an ihren Autos und ohne Pappe wird es essig mit der Fahrerei. Es könnte in der Tat eine beachtliche Abschreckung darstellen. Ein konsequenter Gedankengang.</p>
<p><span id="more-71"></span>Konsequent wäre es allerdings auch, einen mehrfach auffällig gewordenen Schläger lebenslang hinter Gitter zu sperren. So müssten sich unbescholtene Bürger vor einem Paar wilder Fäuste weniger fürchten. Wer einen verkehrsberuhigten Bereich viel zu schnell passiert, dessen Kinder könnten in ein Heim oder zu Pflegeeltern gegeben werden, da der Raser offenbar die Gefährung von Kindern bewusst einkalkuliert. Konsequenterweise mussten Diebe früher ihre Hände opfern, denn ohne Hände klaut es sich schwer. Solche Methoden betrachten wird als mittelalterlich, unmenschlich, übertrieben. Die moderne Rechtsprechung hegt einen erzieherischen Anspruch. Strafe soll auch Lehrmittel sein. Unter diesem Aspekt sind wir heute an einem Punkt angekommen, wo jugendliche Schwerkriminelle auf Segeltörns oder andere Abenteuer geschickt werden. Dort sollen sie friedliche Lösungswege, Kameradschaft/Solidarität und sich selbst (neu) entdecken. Nun will der stolze Urheber jener Methoden zu schwarzer Pädagogik zurückkehren? Soll Widerspruch beim Abendessen zusätzlich zum Hausarrest jetzt auch noch Prügel nach sich ziehen? Der Entzug der Fahrerlaubnis ist die Konsequenz aus charakterlichen Nichteignung eines Fahrzeugführers. Wer extrem viele Knöllchen wegen Falschparkens sammelt oder mit zu viel Alkohol im Blut erwischt wird, der schert sich offensichtlich einen Dreck um die StVO. Wer die Auflagen rund um unser Waffengesetz missachtet, der darf mit dem Verlust seiner waffenrechtlichen Erlaubnis und damit auch mit dem Verlust der Waffen selbst rechnen. Das ist in Ordnung. Allerdings knüpft die Justiz gelegentlich prächtige Sanktionenteppiche. Ich kenne einen Fall, in dem ein älterer Herr Führerschein und Waffenbesitzkarte wegen Trunkenheit am Steuer verlor. Wer betrunken Auto fährt, der würde seine Sportgeräte (ja, es waren SPORTgeräte) scheinbar auch auf Menschen richten oder anderweitig damit Unfug treiben. Konsequent, aber verdammt pauschalisierend.</p>
<ul>
<li>&#8222;Aaach&#8230;.&#8217;sch schabs do&#8217; nisssssch weit nach Hause. Wwwird schonnnn ssschief gehen&#8220;, sprach er und setzte sich ans Steuer.</li>
<li>&#8222;Verpiss dich von meinem Rasen, du Schweinehund&#8220;, brüllte er und nahm den Passanten ins Visier.</li>
</ul>
<p>Zwischen beiden Sachverhalten sehe ich jedenfalls einen himmelweiten Unterschied. Angeschickert durchs Dorf fahren &#8211; &#8222;das passiert doch jedem einmal.&#8220; Solange nichts passiert, wird es unter der Hand gern als Kavaliersdelikt abgetan und in der Woche darauf erzählt man seinen Freunden, was man für ein Glück gehabt hat. <em>Das ist die Situation, wie sie auf mich persönlich wirkt. Alkohol am Steuer halte ich für ein sehr positives Tabu. </em>Wer jedoch eine Waffe auf einen anderen Menschen richtet, der handelt im günstigsten Fall mit der Absicht, sein &#8222;Ziel&#8220; schwer zu verletzen. Nach oben gibt es dabei keine Grenze. Die Hemmschwelle ist bei den meisten Leuten hier ungleich mächtiger im Vergleich zum netten Kneipenabend. Werden begangene Straftaten zu subapokalyptischen Schreckensszenarien hochgespielt, so wird ein wichtiges Entscheidungskriterium fröhlich in die Tonne getreten: Verhältnismäßigkeit. Amputation sehen wir als unverhältnismäßig an, wenn jemand &#8222;bloß etwas geklaut hat&#8220;. Es ist ein Grund dafür, dass wir derartige Strafen ächten.</p>
<p>Wo ist das Verhältnis zwischen Führerscheinentzug und Steuerhinterziehung? Wer den Staat um ein paar Euro Erbschaftssteuer bringt, der wird ganz sicher auch seine Kfz-Steuer nicht zahlen. Das <strong>muss</strong> einfach so sein, gell? Wer suchet, der findet. Also schieben wir am besten gleich jeden Immigranten ab, der zweimal im Halteverbot geparkt hat. Er hält sich nicht an die deutsche StVO, also schlummert in ihm ein Serienmörder. Zwar fehlt der Zusammenhang zum Fehlverhalten, aber das ist ja egal.</p>
<p>Bei allem Nachdenken hätte ich ein ganz wichtiges Argument gegen Zypries Idee beinahe vergessen. Die Einnahmen aus all den Gebühren und Steuern rund um einen neuen Führerschein dürften unverhältnismäßig gering sein, wenn man dem eine simple Geldstrafe gegenüberstellt.</p>
<p>Keine Räder für Faschisten!</p>
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		<title>Nie wieder!</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 15:36:02 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Nie wieder wollten die Menschen nach der Befreiung von Hitlers Nationalsozialismus jene Dinge erleben, welche das NS-Regime in die deutsche Geschichte einbrannte. Nie wieder wollten die Menschen nach dem Mauerfall erleben, was Linkspartei-Großvater SED in der DDR getrieben hatte. Nie wieder sollten Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion oder politischen Ansichten verfolgt, inhaftiert und mit [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schwafelsaeure.wordpress.com&blog=3922644&post=69&subd=schwafelsaeure&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><em>Nie wieder</em> wollten die Menschen nach der Befreiung von Hitlers Nationalsozialismus jene Dinge erleben, welche das NS-Regime in die deutsche Geschichte einbrannte. <em>Nie wieder</em> wollten die Menschen nach dem Mauerfall erleben, was Linkspartei-Großvater SED in der DDR getrieben hatte. <em>Nie wieder</em> sollten Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion oder politischen Ansichten verfolgt, inhaftiert und mit körperlicher Gewalt oder gar dem Tode bedroht werden. Dies gilt jedoch nicht für Menschen, welche ihre Grundrechte missbrauchen. Solcher Missbrauch wird in Gesetzen definiert. Sie sollen dafür sorgen, dass sich jeder Bundesbürger frei entfalten kann, so lange er anderen Bürgern keinen Schaden zufügt. Diese überaus wichtige Grundstütze für ein Zusammenleben in der Bundesrepublik Deutschland ist am vergangenen Wochenende mal wieder von bigotten Elementen sowohl aus &#8222;einfachem Volk&#8220; als auch aus der Politik angesägt worden.</p>
<p><span id="more-69"></span></p>
<p>Kölns Stadtrat beherbergt seit einigen Jahren die Fraktion von <a title="pro Köln online" href="http://www.pro-koeln-online.de/index.html" target="_blank">pro Köln</a> . Diese Bande sorgte vor allem wegen ihres Protestes gegen eine geplante Großmoschee für Aufsehen. Begründet wurde die Ablehnung damit, dass das Konzept der Moschee zwielichten Vorgängen, ja vielleicht sogar baldigen Attentätern bei ihrer Planung Deckung geben könne. Wer traut sich auch schon als nicht-Muslim an einen solchen Ort&#8230; Die Leute von pro Köln befürchten den weiteren Ausbau einer Parallelgesellschaft mit eigenen Gesetzen. Außerdem nervt es gewaltig, wenn plötzlich der Muezzin vom Minarett quäkt. Minarette &#8211; pah! Muslimische Phallussymbole sind das; Symbole für die Unterwerfung des zivilisierten Europa. Verhältnisse wie in Großbritannien oder den Niederlanden sind nicht erwünscht. Das kann ich ein Stück weit sehr gut verstehen, wo doch gerade auf der großen Insel die Freiheit vieler Bürger zugunsten der Muslime mehr und mehr beschnitten wird. Einige Menschen sind eben gleicher, als andere. Da will nun gerade Köln als tolerante Vorzeigestadt eine Gesellschaft stärken, welche Homosexualität oder den Abfall vom Glauben gerne mit Mord und Totschlag bestrafen würde? Eine Gesellschaft, deren Schwestern in anderen Ländern solche &#8222;Vergehen&#8220; tatsächlich mit Mord und Totschlag ahnden? Ganz ehrlich &#8211; mit der Erinnerung an zahlreiche &#8222;Ehrenmorde&#8220; und gewalttätige Übergriffe auf schwule oder einfach nur &#8222;scheißdeutsche&#8220; Bürger im Hinterkopf, finde ich derartige Besorgnis gerechtfertigt. Nun sind wir hier jedoch in Deutschland. Dessen Gesetze sollen jedem Bürger gewisse Rechte garantieren, welche bis zu einem bestimmten Punkt nicht einfach ignoriert werden dürfen. Salopp: &#8222;<em>mach was du willst, aber tu niemandem dabei weh.</em>&#8220; Die Gedanken sind frei. Gedanken dürfen nicht bestraft werden und wer sich an einige einfache Regeln hält, der darf diese Gedanken auch unbesorgt äußern. <em>Theoretisch</em>. Wenn ich mir anschaue, mit wem <a title="pro Köln bei Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pro_K%C3%B6ln#Nennung_im_NRW-Verfassungsschutzbericht" target="_blank">pro Köln</a> so gerne <a title="Jean-Marie Le Pen bei Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Marie_Le_Pen" target="_blank">schmust</a>, so sind mir diese Gesellen reichlich unsymphatisch. Ich würde sie nicht wählen und mache keinen Hehl daraus, dass pro Köln durch seinen Umgang bei mir gleich verschissen hat. Die wenigsten Deutschen stören sich ernsthaft an Kirchen, Synagogen oder irgendwelchen Tempeln. Weshalb sollte man also Muslime weiter in schäbigen Hinterhöfen halten? Ich sehe keinen Grund dafür, solange alles gesetzeskonform abläuft. Solange sich Muslime dem hier geltenden Recht unterordnen (wie man es auch von frommen Juden, Christen oder Wasauchimmeristen erwartet), können sie von mir aus denken was sie wollen. Gedanken verletzen keine Menschen. Sie dürfen auch gerne sagen, was ihnen an XY nicht gefällt. Sie müssen Homosexualität nicht cool finden. Sie dürfen sie auch scheiße finden. Genau wie ich die Ansichten irgendeines anderen Menschen als Humbug bezeichnen kann. Wenn der kritisierte Mensch trotz allem noch als Mensch mit all seinen Rechten angesehen wird, ist doch nichts dabei. Das sieht der Gesetzgeber genau so. Unter dem genannten Vorbehalt erlaubt er sogar, dass sich Menschen zusammenschließen und ihre Gedanken öffentlich kundgeben. Wem das nicht passt, dem sind Gegendemonstrationen gestattet.</p>
<p>Am Wochenende wollten die Nasen von pro Köln ihr Recht gebrauchen und einen &#8222;Anti-Islamisierungskongress&#8220; veranstalten, welcher ohne Probleme genehmigt worden war. Es liegt auf der Hand, dass solch eine Veranstaltung Widerstand weckt. So wurde Köln zum Ziel zahlreicher &#8222;Antifaschisten&#8220;, welche zusammen mit diversen linken Organisationen und <a title="Schramma bei Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Schramma" target="_blank">Fritz Schramma</a> himself gegen prokölsches Gesülze demonstrieren wollten. Soweit nichts Böses. Böse wird es jedoch, wenn man das Theater vor dem großen Tag betrachtet. Da hat Herr Schramma nämlich im Chor mit seinen &#8222;Waffenbrüdern&#8220; fleißig propagiert. Die touristische Infrastruktur (so bezeichne ich sie einfach mal) sollte pro Kölns Anhängern den Aufenthalt möglichst unangenehm machen. Also weigerten sich Taxifahrer, Hotels, Wirte und so weiter, ihre Dienstleistungen irgendwelchen &#8222;Nazis&#8220; anzubieten. Mit &#8222;Nazi&#8220; war hier jeder gemeint, der den Anti-Islamisierungskongress besuchen wollte. Diese Definition stammt von&#8230;? Den üblichen Verdächtigen natürlich. Menschen ohne Antifa-Button sind Nazis. Nichtmitglieder der Linkspartei sind Nazis. Nichtgewerkschafter sind Nazis. Nichtgrüne sind Nazis. Trotzige Kioskbesitzer sind Nazis, wenn sie anderen Nazis eine Schachtel Zigaretten verkaufen. Alle miteinander Nazis. (<em>Ich bin auch ein Nazi, fürchte ich. Jedenfalls mag ich die Antifa nicht und bin kein <a title="MLPD" href="http://www.mlpd.de/" target="_blank">MLPD</a>-Wähler.</em>) Freilich wäre auch jeder Besucher des Kongresses ein Nazi. Weil aber die angeführten Cliquen die Menschen nur beschützen wollen, haben sie jeden potentiellen Nazi vor dem Abrutschen in den braunen Sumpf bewahrt. Die antifaschistischen Schutzwälle ließen niemanden zum Heumarkt durch, wo prö Köln zum Nazivolk reden wollte. Das Vorgehen war also präventiv. Manche uneinsichtigen Menschen muss man zu ihrem Glück zwingen, selbst wenn sie vermutlich nichtmal in die Richtung des Unheils geschaut haben.</p>
<p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://schwafelsaeure.wordpress.com/2008/09/25/nie-wieder/"><img src="http://img.youtube.com/vi/HcLvgUKmfM0/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<p>Bei allen Zivilschutzmaßnahmen durften die eigentlichen Nazis natürlich nicht vergessen werden. Käpt&#8217;n Antifa auf der Jagd nach dem arisch-weißen Moby Dick! Moby Dick war in diesem Fall zwar blau und kein Meeressäuger, wurde allerdings trotzdem mit Eifer gejagt. Ein ganzes Schiff voller &#8222;Nazis&#8220; wurde fröhlich mit Steinen beworfen. Geschieht dem Nazikutter recht. Immerhin haben ja auch ein paar Nazis einen <a href="http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3857&amp;Alias=wzo&amp;cob=372520" target="_blank">Ausländer verfolgt</a>. <a title="Polizeimeldung" href="http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/12415/1267973/polizei_koeln" target="_blank">Ach nee, das war ja eigentlich so</a>. Egal.</p>
<p>Natürlich fand nicht jeder Demonstrant die völlig unbehelligte Gewaltausübung cool. Dazu empfehle ich <a title="inydymedia" href="http://de.indymedia.org/2008/09/227602.shtml" target="_blank">diesen Link</a> bei Indymedia. Die Kommentare sind sehr interessant und zeugen von einer Selbstgerechtheit, die unsere edlen Antifaschisten offenbar lieber im Untergrund halten würden. <em>Ja, ich lese Indymedia. Ich als &#8222;Nazi&#8220;!</em></p>
<p>Während &#8222;zivil ungehorsame&#8220; Kräfte die Steinewerfer in ihren Reihen gerne verschweigen möchten, <a title="Indymedia - eine Runde Mitleid bitte." href="http://de.indymedia.org/2008/09/227650.shtml" target="_blank">heulen sie auf der anderen Seite natürlich mal wieder über den &#8222;Staatsschutz&#8220;</a>.</p>
<p>Die so verhassten Massenmedien feierten das ganze Geschehen als Sieg der Demokratie. Nazimethoden sind nämlich gar nicht so übel, wenn sie denn von Links abgesegnet werden.  Die richtigen Faschos wird das natürlich ärgern. Immerhin wurde ihnen ihr ungeborenes Kind &#8222;Das vierte Reich&#8220; rotzfrech aus dem Mutterleib geklaut und auf die Welt gebracht. Aber wer weiß schon, was die Zukunft bringt? Neonazis und Neo-Neonazis zusammen gegen die Freiheit. Hier marschiert der rotbraune Widerstand! Rot und Braun ergänzen sich bekanntlich gut. Unangenehm wie die Monatsblutung und farblich dazu passend. DAS wäre mal eine richtige Revolution.</p>
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